Arnsberger Aussichtsroute


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑891m  ↓891m
Die Arnsberger Aussichtsroute ist Teil der Sauerland-Waldroute

Als Rundweg an der Sauerland-Waldroute wurde 2008 die Arnsberger Aussichtsroute eingerichtet. Der gut 20km lange Rundweg führt um Arnsberg mit seinem Klassizismusviertel, der Schlossruine, dem ehemaligen Kloster Wedinghausen und der Neustadt.

Zahlreiche gute Aussichtspunkte und viele Sehenswürdigkeiten machen diese Tour im nördlichen Sauerland zu einem echten Leckerbissen für Wanderer mit Interesse an Kultur, Geschichte und Natur. Markiert ist die Arnsberger Aussichtsroute mit dem grünen W auf weißem Grund, ergänzt durch den Schriftzug „Aussichtsroute".

Starten kann man die Arnsberger Aussichtsroute z.B. am Bahnhof. Von hier geht es linkerhand durch den Wintroper Weg zu einer Umrundung des Lüsenbergs (265m), an dem man eine schöne Aussicht über die Arnsberger Ruhrschleifen genießt.

Dann geht es entlang der Ruhr nach Süden und weiter über die Rumbecker Höhe (312m). Hier knickt der Weg nach Westen und verläuft oberhalb des SGV Jugendhofs Wilhelm Münker ins Hellefelder Bachtal und weiter zum Arnsberger Waldfriedhof. Ab hier richtet sich die Arnsberger Aussichtsroute nach Überquerung der Sunderner Straße nordwärts aus.

Die Arnsberger Aussichtsroute folgt dem kleinen Stockumer Bach in die Kleingartenanlage Gierskämpen und knickt dann wieder ostwärts zur Ehmsenhütte, eine Wanderhütte, die der Sauerländische Gebirgsverein nach seinem Gründer Ernst Ehmsen benannt hat. Parallel zum Grotmanns Siepen geht es hinauf auf den Seltersberg (302m).

Die nächste Erhebung heißt Kreuzberg (190m). Hier trifft die Arnsberger Aussichtsroute auf die 1865-68 erbaute Kreuzbergkapelle. Immer in der Nacht zu Ostern findet eine große Prozession von Arnsberg zur Kreuzbergkapelle statt, die mit dem Entzünden eines der größten Osterfeuer im Sauerland endet.

Wenig weiter finden sich die spärlichen Überreste der Rüdenburg. Ihre Ursprünge reichen vermutlich in die Mitte des 11. Jahrhunderts zurück. Bis Mitte des 14. Jahrhunderts wechselte die Burg durch Eroberung und Erbfolge mehrfach den Besitzer, dann verfiel sie nach und nach. 1359 schon taucht sie in Besitzlisten gar nicht mehr auf. Es bleibt unklar, ob die Burg am Ende zerstört oder einfach aufgegeben wurde. Erst um 1990 herum fanden größere Grabungen statt, die Überreste der Burg wurden gesichert und eine Informationstafel aufgestellt.

Jetzt geht es hinüber in die Altstadt von Arnsberg. Die Aussichtsroute quert über eine Fußgängerbrücke die Ruhr und leitet den Wanderer zum Ehmsendenkmal, einem Aussichtstempel hoch über den Arnsberger Ruhrschleifen.

Dann passiert die Aussichtsroute das ehemalige Kloster Wedinghausen, deren Klosterkirche 1803 zur Pfarrkirche und dann 1859 zur Arnsberger Probsteikirche erhoben wurde. Jetzt geht es direkt auf den klassiszistischen Neumarkt zu, der sich vor der evangelischen Auferstehungskirche erstreckt.

Weiter führt die Aussichtsroute am Sauerlandmuseum vorbei zum Alten Markt und zum Wahrzeichen von Arnsberg, dem Glockenturm der Stadtkapelle St. Georg. Durchschreitet man den Glockenturm, ist man in der Schlossstraße, die folgerichtig zur Ruine von Schloss Arnsberg führt. Auch hier genießt man von der frei zugänglichen Anlage einen wunderbaren Blick über Arnsberg und das Ruhrtal. Von hier ist es dann bis zum Start am Bahnhof nicht mehr weit.

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