Wittgensteiner Schieferpfad


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑528m  ↓528m
Der Wittgensteiner Schieferpfad startet in Raumland bei Bad Berleburg im Wittgensteiner Land

Bereits 1563 wird erstmals der kleine Ort Raumland an der Einmündung der Odeborn in die Eder im Zusammenhang mit dem Werkstoff Schiefer erwähnt. Die Gladenbacher Schieferkäutner beschwerten sich damals über die Konkurrenz der Raumländer Gruben. Der Abbau von Schiefer machte den heute zu Bad Berleburg zählenden Ort jahrhundertelang zu einem wohlhabenden Dorf.

Diese Tradition im Blick legten Schüler der Hauptschule Bad Berleburg einen Themenwanderweg an, der 2005 als erster Wanderweg im Siegerland mit dem Deutschen Wandersiegel als Premiumweg ausgezeichnet wurde: der Wittgensteiner Schieferpfad.

Startpunkt des Schieferpfads ist das Schieferschaubergwerk Raumland, das auf private Initiative 1983 von Heimatfreunden und ehemaligen Bergleuten in der Grube Delle eingerichtet worden ist. Hier wird dem Besucher die geologische Entstehung des Schiefers und der Abbau vor Ort erklärt. Gezeigt wird die Weiterverarbeitung zu Dach- und Wandschiefer in reiner Handarbeit, wie es früher einmal gemacht wurde und bis in die heutige Zeit zum großen Teil noch geschieht.

Dem Edertal folgend passiert der Schieferpfad eine Waldpassage und erreicht nach dem ersten Kilometer einen Rastplatz mit Schutzhütte. Weiter geht es Richtung Honert (562m) mit dem umliegenden Naturschutzgebiet. Durch eine steile Waldschneise geht es über einen schmalen Steig in einen Eichenwald, der mit vielen Felsklippen durchsetzt ist.

Der Schieferpfad folgt nun dem Tal des Meckhäuser Bachs in Richtung Naturschutzgebiet Schiefersteinbruch Fredlar mit seinen mächtigen Schieferhalden, einem System von Trockenmauern, und den hochragenden Klippen des früheren Steinbruchbetriebs.

Der Abstieg von den Bergkämmern führt hinab ins Steinbachtal. Nach der Querung der Landstraße von Bad Berleburg nach Arfeld erreicht der Schieferpfad den Wanderparkplatz Auf der Lenne. Ein kurzer Aufstieg belohnt mit einem schönen Blick auf Schloss Berleburg und die Altstadt des Hauptorts der Wittgensteiner Kammer.

Die letzte Passage des Wittgensteiner Schieferpfads führt schließlich ins Naturschutzgebiet Grubengelände Hörre. Von hier genießt man noch mal die Aussicht auf das Schieferdorf Raumland, bevor man im Ort ankommt und dort auf jeden Fall noch einen Blick auf die Bonifatius-Kirche werfen sollte. Sie entstand um das Jahr 1200 und besitzt das älteste zusammenhängende Geläut Westfalens. Es wurde um 1350 gegossen und installiert.

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