Via Celtica im Wittgensteiner Land (Bad Berleburg)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 27 Min.
Höhenmeter ca. ↑779m  ↓779m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Dotzlar ist ein Stadtteil von Bad Berleburg in der Wittgensteiner Kammer, dem nördlichen Teil des Wittgensteiner Lands. Der Ort selbst soll auf eine Keltensiedlung zurückgehen, was die Wall- und Grabenreste einer vermutlich keltischen Burg aus dem 7. Jahrhundert vor Christus nahelegen.

Als Kelten bezeichnet man verschiedene Volksgruppen, die in der Eisenzeit (ab 800 vor Christus) in Europa siedelten. Archäologisch reichte die weiteste Ausbreitung der keltischen Kultur von Südostengland, Frankreich und Nordspanien im Westen bis nach Westungarn, Slowenien und Nordkroatien im Osten; von Oberitalien im Süden bis zum nördlichen Rand der deutschen Mittelgebirge.

Keltenforscher Rüdiger Grebe, der den Wanderweg Via Celtica bei Dotzlar maßgeblich gestaltete, ist sich sicher, dass die eisenzeitliche Burg bei Dotzlar keine Fliehburg war, denn es gab keine Möglichkeit, hier an Wasser zu kommen. Eher könnte es sich um eine Kultstätte handeln. Eine Überlegung: Vielleicht diente die Dotzlarer Burg als Standort, um die Sonnenwende zu bestimmen. 

Von der Wallburg oberhalb von Dotzlar markieren zwei markante Berge die Sonnenaufgangspunkte zum kürzesten und längsten Tag des Jahres. Der Blickwinkel zwischen den Bergen beträgt knapp 80 Grad und entspricht damit ziemlich genau der Veränderung der Sonnenbahn über den Jahreslauf. Ähnliches kennt man auch von der Himmelsscheibe von Nebra.

Die Via Celtica ist ein Wanderweg, der zwischen zentralen Orten der keltischen Kultur angelegt ist. Eine Quelle, ein Fluss, Wacholderheide und Eichenwald charakterisieren die Wandertour. Wir starten im Edertal bei Arfeld und wandern zusammen mit der Via Adrina Richtung Honert. Hier stoßen wir auf den Wittgensteiner Schieferpfad, dem wir bis Meckhausen folgen.

Dann kreuzt man erneut die Eder und wandert hinein in das Waldgebiet an der keltischen Burg bei Dotzlar. Man kommt in den Ort hinein und wandert nun in eine Südschleife, bis wir uns wieder auf den Rückweg nach Arfeld machen.

Bildnachweis: Von Witold Grzesiek [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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