Westweg Etappe 8 Wilhelmshöhe - Kalte Herberge


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 32 Min.
Höhenmeter ca. ↑572m  ↓539m
Westweg (Schwarzwald)

Wir beginnen die achte Etappe des Westwegs, einem der großen Nord-Süd-Fernwanderwege durch den Schwarzwald, am Westwegtor auf der Wilhelmshöhe im Naturpark Südschwarzwald.

Vorbei am Wolfbauernhof kommt man über die Blindenhöhe zum Blindensee, den man über einen Bohlensteg erreicht. Der Blindensee ist ein Hochmoorsee, der zusammen mit seiner direkten Umgebung seit 1960 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Im nährstoffarmen Hochmoor um den See findet man Pflanzenarten wie das Scheidige Wollgras, die Gewöhnliche Moosbeere und den Rundblättrigen Sonnentau.

Der Westweg leitet weiter zur Weißenbachhöhe und von hier zur Quelle der Elz. Die Elz ist ein 121km langer Zufluss des Rheins und einer der wichtigsten Flüsse im Schwarzwald. Wir sind nun unterwegs auf dem Brücklerainweg und kommen bald zur Martinskapelle, die auf der Gemarkung der Stadt Furtwangen steht.

Die Martinskapelle hat eine lange Geschichte. Bereits um das Jahr 800 soll hier ein Sakralbau gestanden haben. Im Mittelalter wurde daraus eine richtige Kapelle, die später allerdings landwirtschaftlich genutzt wurde. Erst Anfang des 20. Jahrhundert erfolgte eine Wiederherstellung und 1906 wurde die Martinskapelle erneut geweiht.

An der Martinskapelle verlief früher nicht nur eine antike Handelsstraße, sondern hier entspringt auch die Breg. Die Breg ist der wichtigste Quellfluss der Donau, weshalb man die Breg-Quelle auch als Donau-Quelle bezeichnet. Ein kurzer Abstecher (150m) ist empfehlenswert, um die gefasste Quelle mit der 2017 geschaffenen Danuvius-Figur zu besuchen und damit den Ursprung des zweitlängsten Flusses Europas in Augenschein zu nehmen.

Weiter geht es vorbei am Kolmenkreuz zu den Günterfelsen. Die großen, runden Felsen sehen ein bisschen aus wie ein Nest von Dracheneiern. 1956 wurden die Günterfelsen als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Günterfelsen sind sogenannte Wollsack-Granitformationen, die im Tertiär im Untergrund entstanden und während der Eiszeiten durch die Erosion freigelegt wurden.

Jetzt geht es hinauf auf den Brend (1.149m), dem westlichsten und höchsten außeralpinen Punkt der Europäischen Wasserscheide zwischen Rhein (zur Nordsee) und der Donau (zum Schwarzen Meer). Auf dem Brend steht der Aussichtsturm Brend, der 1905 aus Granit erbaut wurde und einen weiten Panoramablick über den mittleren Schwarzwald ermöglicht.

Der Westweg folgt der Rhein-Donau-Wasserscheide südwärts nach Neueck, wo wir auf die B 500 treffen, die uns nun grob die Richtung zum Etappenziel an der Kalten Herberge vorgibt. Die Kalte Herberge ist seit mindestens 1480 als Herberge und Gasthaus am historischen Weg von Freiburg nach Villingen bekannt. An der Kalten Herberge trifft der Westweg auf den Mittelweg, der von Pforzheim nach Waldshut führt.

Dieser Teil des Westwegs ist identisch mit der entsprechenden Etappe auf dem Europäischen Fernwanderweg E 1.

Bildnachweis: Von Thorsten Sontowski [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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