Westfälischer Jakobsweg Etappe 9 Schwelm - Wermelskirchen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 27 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 27 Min.
Höhenmeter ca. ↑544m  ↓505m
Westfälischer Jakobsweg Bergisches Land

Die heutige Etappe auf dem Westfälischen Jakobsweg beginnt an der evangelischen Christuskirche in Schwelm. Mit einer Länge von 52m und einer Breite von 26m ist die Christuskirche eine der größten Kirchen in Westfalen.

Der Grundstein zur heutigen Schwelmer Christuskirche, deren Wurzeln im 11. Jahrhundert liegen, wurde 1842 vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. gelegt. 1849 konnte die monumentale Kirche – damals mit 2.500 Sitzplätzen, heute sind’s noch 1.200 – eingeweiht werden.

Vom Schwelmer Zentrum aus spazieren wir durch die Stadt und halten uns dann südwärts ins Naturschutzgebiet Tal der Fastenbecke. Über Weuste und Brambecke kommt man dann in den Wuppertaler Stadtteil Beyenburg.

Seit dem 14. Jahrhundert war die Beyenburger Brücke über die Wupper ein wichtiger Zollpunkt und Bestandteil des Heerwegs von Köln nach Dortmund. Auch Jakobspilger nutzten die Heerstraße auf ihrer Reise nach Santiago de Compostela und die freuten sich, dass man in Beyenburg im Kloster Steinhaus Rast machen konnte.

Das Kloster Steinhaus wurde 1298 als Kreuzherrenkloster gegründet, das im Zuge der Säkularisation 1804 aufgegeben wurde. Ein großer Teil der Klostergebäude wurden danach abgerissen. Seit 1964 haben die Kreuzherren das Kloster Steinhaus wieder bezogen. Kloster Steinhaus ist heute das einzige Kreuzherrenkloster in Deutschland.

Die Beyenburger Klosterkirche (auch Beyenburger Dom genannt, offiziell aber firmierend als katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena) wurde 1497 als spätgotische Saalkirche errichtet. Die Innenausstattung ist barock und wurde nach zwei Bränden im 17. Jahrhundert eingerichtet. Zu den Glanzstücken zählt der Hochaltar von 1698. In der Kreuzkapelle sind Reliquien der heiligen Odilia von Köln verwahrt, die die Patronin der Kreuzherren ist.

Der Westfälische Jakobsweg leitet weiter zum 16ha großen Beyenburger Stausee. Das Panorama vom Südufer des Beyenburger hinüber zum Beyenburger Dom und den Fachwerkbauten von Alt-Beyenburg ist eines der beliebtesten Fotomotive in Wuppertal.

Der Westfälische Jakobsweg begleitet nun die Wupper ein gutes Stück, wechselt dann die Uferseite und steuert über Oberdahl, Spieckern, Frielinghausen und Schreverheide den Remscheider Stadtteil Lennep an.

Lennep war einst eine der wichtigsten Städte im Bergischen Land. Bereits im 13. Jahrhundert erhielt Lennep die Stadtrechte, war Mitglied der Hanse und später ein wichtiger Standort der Textilindustrie. 1845 kam in Lennep der erste Nobelpreisträger für Physik zur Welt: Wilhelm Conrad Röntgen.

Vorbei am Röntgen-Museum kommen wir in den mittelalterlichen Stadtkern von Lennep. Im Zentrum steht die evangelische Stadtkirche, die nach dem Stadtbrand von 1750-56 neu erbaut wurde. Von der alten Vorgängerkirche ist noch der mächtige, 51m hohe Westturm aus dem 13. Jahrhundert erhalten.

Durch die Kölner Straße, die später in die Bonner Straße übergeht hält sich der Jakobsweg weiter südlich und steuert die Eschbachtalsperre an. Die Eschbachtalsperre ist die älteste Trinkwassersperre in Deutschland und zugleich das Erstlingswerk von Talsperren-Professor Otto Intze. Die Bauzeit der Eschbachtalsperre war 1889-91.

Über den Kenkhauser Berg wandert man nun weiter bis nach Wermelskirchen. Die Berliner Straße führt uns zum Etappenziel an der evangelischen Stadtkirche von Wermelskirchen.

Westfälischer Jakobsweg Etappen


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