Wermelskirchen

Wermelskirchen liegt südlich von Remscheid. Das Stadtgebiet beginnt direkt unterhalb der Eschbachtalsperre und zieht sich südwärts bis zur Großen Dhünntalsperre. Durch das Stadtgebiet von Wermelskirchen zieht sich der Eifgenbach, der auf 21km von seiner Quelle am Rattenberg (345m) bis nach Altenberg fließt und dort in die Dhünn mündet.

Das Stadtbild von Wermelskirchen, Verwaltungssitz der Baumarktkette Obi, wird durch bergische Schiefer- und Fachwerkhäuser geprägt. Ein typischer Vertreter ist z.B. das Gebäude mit der Anschrift Markt 10: Schwarze Balken, weiße Gefache und grüne Schlagläden zeigen, wie wohlhabende Bürger früher im Bergischen Land bauten.

Ebenfalls eindrucksvoll sind die Bürgerhäuser in der Eich, die heute von der Musikschule Wermelskirchen genutzt werden. Außerdem befinden sich in den Bürgerhäuser in der Eich ein Saal für Ratssitzungen, ein Trauzimmer und die sogenannte Querbacher Stube der Heimatgruppe.

Die Innenstadt von Wermelskirchen wird von der evangelischen Stadtkirche überragt. Ihr romanischer Turm stammt im Kern wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert und wurde 1765 mit einer Schweifhaube mit Zwiebelspitze gekrönt. Das romanische Langhaus wurde dagegen 1838 niedergelegt und durch einen schlichten klassizistischen Saalbau ersetzt.

In der Adventszeit lohnt ein Ausflug nach Wermelskirchen gleich doppelt. Dann nämlich kann man sich Deutschlands größten Naturweihnachtsbaum im Festschmuck anschauen. Der Wermelskirchener Mammutbaum wurde 1870 gepflanzt und ragt heute über 30m in die Luft. Im weihnachtlichen Ornat verbreitet die Sequoia gigantea eine besondere Festtagsstimmung.

Verlässt man Wermelskirchen nach Westen, erreicht man hinter der Autobahn A 1 den kleinen Weiler Heintgesmühle. Der ehemalige Mühlteich heißt heute Löwenteich und ist ein schöner Fleck zum Entspannen.

Noch weiter westwärts im Eschbachtal, der natürlichen Grenze zwischen Wermelskirchen und dem Remscheider Bergland, liegt das kleine Naturschutzgebiet Orchideenwiese bei Heintjeshammer. In dem 4ha große Gebiet zeigt sich noch das orchideenreichen Nass- und Magergrünland, das es früher auf den Bergischen Hochflächen öfters gab.