Eifgenbachtal

Der Eifgenbach ist ein 21km langer Zufluss der Dhünn. Seine Quelle liegt am Rattenberg (345m) östlich von Wermelskirchen. Der Eifgenbach fließt südlich von Wermelskirchen durch ein weitgehend naturbelassenes Tal, das die Grenze hinüber nach Burscheid bildet, und mündet in Altenberg schließlich in die Dhünn.

Wer das Eifgenbachtal wandernd erkunden will, kann dies auf dem Eifgenbachweg machen. Der Eifgenbachweg gehört zu den Bergischen Streifzügen und folgt als 15km lange Streckenwanderung dem Eifgenbach von Wermelskirchen bis nach Odenthal. Einsteigen kann man in den Eifgenbachweg z.B. an der Eifgenanlage in Wermelskirchen. Diese Park- und Freizeitanlage war Ende des 19. Jahrhunderts der ganze Stolz der aufstrebenden Stadt Wermelskirchen.

Nur einen guten Kilometer bachabwärts erreicht man die Berger Mühle. Sie wurde erstmals 1420 schriftlich erwähnt und gilt als eines der ältesten Fachwerkhäuser im Bergischen Land. Das heutige Haus wurde 1654 errichtet und dient mittlerweile als Wohnhaus. 1966 verbrachte der ungarische Komponist Casimir von Pászthory seine letzten Lebenstage in der Berger Mühle.

Ebenfalls sehr schmuck ist die Neuemühle südöstlich von Herrlinghausen im Eifgenbachtal. Der Mühlenbetrieb wurde zwar schon 1951 eingestellt, das Mühlenwerk ist aber noch zu sehen. Die Neuemühle wird heute gastronomisch genutzt.

Ein eindrucksvolles Zeugnis der früheren Nutzung des Eifgenbachs für frühindustrielle Zwecke zeigen auch die Reste des im 19. Jahrhunderts errichteten Frohntaler Hammers nördlich der Kläranlage Wermelskirchen. Der Eifgenbach trieb hier ein Wasserrad an, das für den Betrieb einer Wollspinnerei genutzt wurde.