Weiltalweg Etappe 2 Hunoldstal - Rod an der Weil


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Wegweiser
Länge: 10.94km
Gehzeit: 03:11h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Vom Schmittener Ortsteil Hunoldstal führt der Weiltalweg auf seiner zweiten Etappe zunächst nach Treisberg, ein kleines Dorf, das direkt am Pferdskopf (663m) liegt. Hier auf dem Pferdskopf steht ein 34m hoher Aussichtsturm mit beeindruckendem Panoramablick über die Höhen des Taunus. Diese Aussicht sollte man auf jeden Fall mitnehmen, auch wenn der Aussichtsturm am Pferdskopf nicht direkt am Weiltalweg liegt.

Etwa einen Kilometer nach dem Start kommt man an der Landsteiner Mühle vorbei. Hier an der Einmündung des Niedgesbaches entstand im 13. Jahrhundert eine kleine Ortschaft, die 300 Jahre später wieder aufgegeben wurde. Übrig blieb die Kirche, die nach und nach zerfiel. Heute ist noch die Ruine des Westturms mit zwei seitlichen zweigeschossigen Nebenräumen zu sehen. Nebenan liegt die Landsteiner Mühle, die ihren Wasserbedarf durch den künstlich angelegten Meerpfuhl sicherte.

Der Meerpfuhl ist ein künstlich angelegter Weiher, der heute als Angel- und Schlittschuhrevier genutzt wird. Er ist 1,6ha groß und wurde erstmals 1579 urkundlich als Eger Pfuhl erwähnt. Der Meerpfuhl galt als ökologisch bedeutsames Gewässer und als einziger hessischer Standort des „Schwimmenden Froschkrautes“ (Luronium natans). Im Jahr 1977 wurde jedoch das Ökosystem nachhaltig zerstört durch Einleitung eines Herbizids, das die Verkrautung des Weihers eindämmen sollte. Das heute verbotene Mittel leistete ganze Arbeit und machte allen Pflanzen den Garaus.

Die Landsteiner Mühle liegt bereits in der Gemarkung von Altweilnau, dem nächsten Ziel des Weiltalwegs. Sehenswert sind die zahlreichen schmucken Fachwerkhäuser im alten Ortskern von Altweilnau, die zu großen Teilen aus dem 16. Jahrhundert stammen.

Altweilnau wird dominiert von der Ruine der Burg Weilnau, die um 1200 von der Grafen aus Diez erbaut wurde. Im Jahre 1336 erhielt Altweilnau sogar für neun Tage Stadtrechte und hatte zentralörtliche Bedeutung. Durch den Dreißigjährigen Krieg verfiel die Burg zunehmend. Steine der Anlage wurden in den Häusern Altweilnaus verbaut. Erhalten blieb der stattliche Bergfried mit 26m Durchmesser und einer Höhe von knapp 18m. Ein alter Steinaufgang und eine gusseiserne Wendeltreppe führen hinauf zur offenen Aussichtsplattform des Bergfriedes. Diese bietet einen Rundblick über das Weiltal, den Ort Altweilnau sowie das Nassauer Schloss Neuweilnau.

Schloss Neuweilnau ist auch der nächste Höhepunkt am Weiltalweg. Ausgehend von einer Burganlage aus dem frühen 14. Jahrhundert, wurde zwischen 1498-1520 die Burg zu einem Wohnschloss umgebaut und diente dann als Hauptresidenz der Grafen von Nassau-Weilburg. 1566 wurde das Torhaus errichtet und das Schloss Neuweilnau erhielt sein heutiges Aussehen. Als 1574 die Nassau-Weilburger Grafen ihre Residenz nach Saarbrücken verlegten, verlor das Schloss seine Bedeutung und wurde später zu einem Forstamt umgewidmet. Auch heute noch arbeitet hier der Revierförster und das Standesamt hat eine kleine Außenstelle in der schmucken Anlage eingerichtet.

Zielpunkt dieses Weiltalweg-Abschnitts ist dann Rod an der Weil, der Hauptort der Gemeinde Weilrod. Im Ortskern liegt neben der evangelischen Kirche mit ihrem gotischen Wehrturm das alte Pfarrhaus, das um 1200 erbaut worden ist und auch als eine Art „Schutzbunker“ für die Bevölkerung in Kriegszeiten diente. Östlich von Rod an der Weil liegt im Wald übrigens die Rentmauer, eine ca. 2.500 Jahre alte keltische Ringwallanlage, die bislang noch nicht erforscht ist.

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