Wandern in den Marburger Lahnbergen

Die Marburger Lahnberge sind, anders als der nahe gelegene Burgwald, keine ausgewiesene Wandergegend. Das heißt aber nicht, dass es auf Schusters Rappen nichts zu entdecken gäbe. Zu allererst ist natürlich ein Spaziergang auf den Spiegelslustturm zu nennen, den wohl jeder Marburger einmal gemacht haben sollte, denn einen besseren Blick auf die Stadt mit Landgrafenschloss und Elisabethkirche gibt es nicht.

Von den großen Wegen ist zunächst der Thüringer Elisabethpfad zu nennen. Dieser Elisabethpfad führt auf seinem Weg von Kirchhain über die Amöneburg bis nach Marburg auch durch die Lahnberge. Sowohl die Schröcker Kirche St. Michael als auch der Elisabethbrunnen sind Streckenpunkte des Pilgerweges.

Der knapp 300km lange Lahnhöhenweg streift die Lahnberge bei Cölbe und Weimar. Interessant ist dieser Abschnitt besonders für Wasserwanderer: ab Roth ist die Lahn mit Kanus befahrbar, und zwar ganze 160km bis zur Rheinmündung.

Nicht zuletzt sei noch ein Wanderweg bei Weimar zu erwähnen: Die Weimarer Lahnrunde. Diese 45 km lange Wanderung führt durch alle zwölf Weimarer Ortsteile auf beiden Seiten der Lahn.

Cölbe liegt nicht nur an den Lahnbergen, sondern grenzt auch an den Burgwald. So findet man in den verschiedenen Ortsteilen von Cölbe viele Kilometer ausgeschilderter Wanderwege in Richtung Burgwald. Man kann zum Beispiel von Reddehausen aus zur Hessen-Extratour Eibenhardtpfad aufbrechen. Der Eibenhardtpfad führt den Wanderer zu einer keltischen Ringwallanlage, über eine Streuobstwiese mit sage und schreibe 110 verschiedenen Apfelbaumsorten und zu schönen Panoramapassagen mit Blick über das Ohmtal und auf Reddehausen.

Durch den Junkernwald führt von Schönstadt aus die Hessen-Extratour Junkernpfad. Der Junkernpfad führt den Wanderer für etwa drei Stunden lang rund um den Junkernwald. Der Junkernpfad führt über zahlreiche Panoramapassagen, durch Waldgebiet und sogar an steinzeitlichen Siedlungsstätten vorbei. Gleichzeitig informiert er den Wanderer auf Tafeln über die Geschichte der Familie von Milchling, die im 13. Jahrhundert den südlichen Burgwald, und insbesondere Schönstadt, prägte.