Traumschleife Dollbergschleife


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑318m  ↓318m
Traumschleife Dollbergschleife

Was ist der höchste Berg des Saarlands? Na, die Antwort kommt aber nicht so spontan. Also kommen wir gleich zur Antwort: Es ist der Dollberg (695m), dessen Gipfel sich an der nördlichen Landesgrenze erhebt.

Der Dollberg ist Namensgeber für diese Traumschleife am Saar-Hunsrück-Steig. Da der Dollberg selbst aber gar nicht spektakulär ist – ein bewaldeter Gipfel ohne Ausblick –, haben sich die Macher der Traumschleife ein paar andere Highlights zurecht gelegt. So kommt man vorbei am Züscher Hammer, an der Primstalsperre und am keltischen Ringwall von Otzenhausen.

Aber der Reihe nach: Wir beginnen die Dollbergschleife an der Köhlerhütte in Neuhütten im Hunsrücker Hochwald. Von der Köhlerhütte aus wandern wir südwärts, machen dann einen spitzen Knick, passieren die Landstraße nach Nonnweiler und kommen zum Züscher Hammer.

Der Züscher Hammer ist ein rekonstruiertes, vorindustrielles Eisenhüttenwerks. Ende des 17. Jahrhunderts war die Anlage mit Holzkohlenscheune, Schmelze und dem Hammer eine der größten in der Region. Um 1627 erstmalig als Eisenhütte erwähnt, lief die Produktion bis zur Stillegung 1843. Fundamente, der Weiher und die Mühle sind ganzjährig zugängig. Das Hammerwerk selbst wird bei Vorführungen ab und an in Betrieb genommen und dann vom Wasser des Altbachs angetrieben.

Wir folgen dem Altbach weiter zur Primstalsperre. Der 99ha große Stausee wurde in den 1980er Jahren für die Trinkwasserversorgung in Betrieb genommen. Trinkwassertalsperre heißt: Kein Wassersport, dafür viel Ruhe und der beruhigende Blick aufs Wasser.

Wir begleiten auf dem Seeuferweg die Primstalsperre rund zwei Kilometer und biegen dann nach links weg. Ein weiteres Gewässer, der kleine Kloppbruchweiher, liegt am Weg, bevor wir am Parkplatz des Keltenparks ankommen. Der Keltenpark ist eine rekonstruierte keltische Siedlung und besteht aus zehn Wohn-, Handwerks- und Speichergebäuden, die sich in Architektur und Bauweise an den historischen Befunden und Vorbildern orientieren.

Dann geht es weiter vorbei am Mannfels zur eigentlichen Ringwallanlage von Otzenhausen. Der Ringwall von Otzenhausen gilt als einer der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen in Europa. Erbaut im ersten Jahrhundert vor Christus zeugen noch heute hohe Mauern von den Ausmaßen der Festung, die wahrscheinlich Teil einer größeren Siedlung und Stammsitz eines treverischen Fürsten war.

Die Dollbergschleife führt mitten durch die Höhenbefestigung. Viele Infotafeln am Weg vermitteln spannende Einsichten in das Leben unserer Vorfahren. Wir kommen vorbei am Tor des Keltenwalls, passieren dann die Hunnenring-Quelle und wandern durch den Hochwald hinauf zum Dollberg. Dann geht es wieder zurück zur Köhlerhütte, wo man – Öffnungszeiten beachten – eine rustikale Abschlussrast einlegen kann.