Keltischer Skulpturenweg Cerda & Celtoi am Ringwall Otzenhausen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑228m  ↓228m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der keltische Ringwall von Otzenhausen ist eine mächtige Befestigungsanlage am Hang des Dollbergs (695m), dem höchsten Berg im Saarland. Bei dem Ringwall handelt es sich um die Überreste der Befestigung einer Ortschaft des keltischen Stammes der Treverer.

Von 2005-07 schufen zeitgenössische Künstler am Ringwall Otzenhausen einen keltischen Skulpturenweg. Das Projekt stand unter der Überschrift Cerda & Celtoi, was so viel heißt wie Kunst und Kelten.

Konkret wurden Bildhauer aus verschiedenen Staaten, in denen einst Kelten lebten, gebeten, dem Betrachter durch ihre Kunst, keltische Kultur und Geisteswelt zu vermitteln. Als Materialien durften die Künstler nur solche verwenden, die die Kelten auch verarbeitet haben: also Holz, Sandstein oder Eisen.

Der Skulpturenweg verbindet die Europäische Akademie Otzenhausen mit dem Ringwall Otzenhausen. Wir beginnen die Tour an der Akademie, die sich als Fortbildungs- und Begegnungssätte vor allem dem Thema Europa verschrieben hat. Die ersten vier Skulpturen stehen bereits auf dem Gelände der Europäischen Akademie Otzenhausen, aber der eigentliche Rundweg geht erst hinter den Gebäuden los.

Wir spazieren nordwärts zum Kloppbruchweiher und dem naheliegenden Waldparkplatz Keltischer Ringwall. Dahinter wird die Landstraße gequert und es geht entlang des Keltenparks Otzenhausen, in dem ein keltisches Dorf als Freilichtmuseum rekonstruiert wurde.

Vorbei am Mannfels halten wir uns nordwärts und genießen die Skultpuren am Wegesrand. Von der Nordspitze der Tour geht es zurück und wir kommen vorbei an der Hunnenring-Quelle. Dann erreichen wir die Toranlage der keltischen Ringwallanlage Otzenhausen.

Vor über 2.000 Jahren haben die Treverer auf dem saarländischen Dollberg eine der größten keltischen Festungsanlagen Europas errichtet. Insgesamt verwendeten sie für die Ringwallanlage Otzenhausen etwa 230.000 Kubikmeter Steinmaterial: soviel, wie auf rund 20.000 Eisenbahnwaggons passen würde. Ein Schuttberg der gewaltigen Nordmauer ist heute noch übrig, er ist 40 Meter breit und über zehn Meter hoch.

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