Schlösserweg am Sorpesee (Hochsauerland)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 46 Min.
Höhenmeter ca. ↑465m  ↓465m
Wanderweg L1 am Sorpesee

Im Sunderner Stadtteil Langscheid direkt am Sorpesee startet eine schöne Rundwanderung, die vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) mit der Kennung L1 markiert ist und Schlösserweg genannt wird. Den L1 wandert man am Besten gegen den Uhrzeigersinn und verlässt Langscheid demnach in Richtung Norden. So kommt man schnell zu Schloss Melschede.

Schloss Melschede liegt auf halber Strecke zwischen dem Sorpesee und dem Balver Ortsteil Beckum am oberen Ende des Mühlenbachtals. Schloss Melschede ist ein Zeugnis dafür, welchen Wohlstand der Bergbau und die Eisenverarbeitung dem Sauerland brachten, denn Bauherr war im 17. Jahrhundert ein vermögender Berghauptmann. Das mit großem Aufwand restaurierte Schloss Melschede gilt als eines der schönsten Schlösser im Sauerland.

Am Südrand von Beckum leitet der L1 weiter zum zweiten Schloss, dem Schloss Wocklum. Schloss Wocklum geht auf eine mittelalterliche Burg zurück und entstand in seiner heutigen Form Ende des 17. Jahrhunderts. Die Fassade des zweiflügligen Schloss Wocklum zeigt typische Elemente des klassizistischen Barock. Sehr schön ist die großzügige Freitreppe. Bemerkenswert ist auch die Wocklumer Allee, eine rund 200jährige Allee aus Hainbuchen, die zum Wasserschloss führt.

International bekannt ist Schloss Wocklum bei Pferdesportlern für seinen Turnierplatz. Wer sich für den Reitsport interessiert, dem ist sicher der Name Balve Optimum bekannt. Der Turnierplatz liegt in direkter Nachbarschaft zum Schloss Wocklum. Jährlich, meist im Juni, treffen sich hier Reiter und Pferde aus aller Welt zu dem renommierten Spring- und Dressurturnier, an dem schon Größen wie Ludger Beerbaum oder Nicole Uphoff teilnahmen.

Das nächste sehenswerte Gebäude, auf das der Wanderer trifft, ist die Luisenhütte, oder auch Wocklumer Hammer genannt. Die Luisenhütte gilt als ältester Holzkohle-Hochofen in Deutschland. Die komplette technische Einrichtung ist noch verfügbar, und man kann bis heute gut nachvollziehen, wie der mit Holzkohle befeuerte Hochofen funktionierte. Errichtet wurde die Luisenhütte 1748, während der Hochofen in seiner endgültigen Höhe von über 10m erst rund hundert Jahre später, nämlich 1853-54 vollendet war.

Über den Burgberg (383m) wandert man weiter nach Mellen und folgt von hier dem L1 hinauf auf den Brachtenberg (354m). Man passiert später die Krähenbrinkhütte des SGV und kommt dann wieder zurück nach Langscheid am Sorpesee.


Bildnachweis (attribution,via Wikimedia Commons): 1 by Dr.G.Schmitz; 2 by Asio; 3 by Arnoldius; 4 by Bubo [CC-BY-SA-3.0]

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