Schloss Melschede

Verwaltungstechnisch betrachtet gehört Schloss Melschede ja schon zum Hochsauerland. Wenn wir jedoch als östliche Grenze der Region Hönnetal den Verlauf der Sorpe annehmen, dann können wir Schloss Melschede mit Fug und Recht dem Lennebergland zuschreiben.

Schloss Melschede liegt etwa auf halber Strecke zwischen dem Sunderner Ortsteil Langscheid und dem Balver Ortsteil Beckum idyllisch am oberen Ende des offenen Mühlenbachtals, umgeben von Waldstücken. Im Norden überragt das Höveler Knapp (418m) das Tal, im Süden die Krähenbrinke (418m).

Das zweigeschossige Schloss Melschede ist ein Zeugnis dafür, welchen Wohlstand der Bergbau und die Eisenverarbeitung dem Sauerland brachten. Denn sein Erbauer war ein vermögender Berghauptmann. Mit großen Aufwand restaurierten es die heutigen Besitzer, so dass das Schloss heute eines der schönsten im Sauerland ist. Sehenswert ist beispielsweise das prächtige barocke Eingangsportal, ebenso wie die geschweifte Turmhaube des südlichen Eckturms aus den 1920er Jahren. Wäre 1823 nicht der nordwestliche Gebäudetrakt mitsamt zweier Türme abgerissen worden, würde die Anlage heute sogar noch imposanter wirken.

Dass sich an dieser Stelle ein Herrenhaus befand, ist schon für das Jahr 1281 belegt. Die hufeisenförmige Anlage mit den Ecktürmen entstand allerdings erst 1663-1669, ursprünglich als Wasserschloss. Baumeister war der bekannte Franziskanermönch Bonitius aus Trier. Für die Kurfürsten von Köln und Trier errichtete er so manchen Sakralbau, aber auch weltliche Anlagen hatte er im Repertoire, wie man am Schloss Melschede sieht.

Regionaler Bezug:

Sundern (Sauerland) Hochsauerlandkreis Nordrhein-Westfalen Hönnetal Lennebergland Sauerland