Mellen (Balve)

Schon im Jahr 1233 wurde der kleine Ort Mellen erstmals urkundlich erwähnt. Er liegt östlich von Balve auf halbem Weg zur Sorpetalsperre. Der ländlich geprägte Ort ist an sich schon einen Ausflug wert. Denn er wurde bereits als Gold- und Silberdorf ausgezeichnet. Zudem liegt er landschaftlich reizvoll inmitten von Feldern und Wiesen, die ihrerseits von Waldgebieten umstanden sind. Der Ort eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Wanderungen ins Umland. Und wer lieber hoch zu Ross wandert, für den gibt es hier gleich zwei Reiterhöfe.

Seit jeher ist Mellen von der Landwirtschaft geprägt. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es hier 24 Bauernhöfe. Heute freilich sind es nicht mehr so viele, nur noch sieben landwirtschaftliche Betriebe sind im Ort zu finden. Doch anders als viele andere kleine Dörfer leidet Mellen nicht unter allzu großer Abwanderung der Bevölkerung. Ein Grund dafür dürfte das rege Vereinsleben sein.

Denn die Dorfgemeinschaft Mellen ist recht aktiv. Sie gründete das Dorfmuseum Mellen, in dem man sich über das Leben und Arbeiten der Menschen im 19. Jahrhundert informieren kann. So wird zum Beispiel eine Gute Stube gezeigt, der Raum, in dem man seinen Besuch empfing. Darüber hinaus sind zahlreiche Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens zu sehen.

Bei Groß und Klein sehr beliebt ist auch der jährliche Martinsmarkt. Er findet immer an einem Sonntag Anfang November statt. Auf dem Markt kann man sich mit weihnachtlichen Dekoration und Kunst handwerklichen Gegenständen eindecken, während die örtlichen Vereine für reichlich Speis und Trank sorgen.

Folgt man von Mellen aus dem Orlebach in Richtung Süden, muss man schon recht bald einige Höhenmeter erklimmen. Es geht hinauf auf den Bollenberg (405m) mit der Meller Hochheide. Dort oben findet man auf 3ha Fläche eine feuchte Wacholderbergheide. Hier wachsen Heidekraut, Pfeifengras, Blaubeeren und einzelne alte Eichen, umstanden von Buchenlaubwald.