Sauerland-Waldroute Nordschleife Warstein - Marsberg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 68 km
Gehzeit o. Pause: 16 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑1496m  ↓1573m
Die Nordvariante der Sauerland-Waldroute führt über die Briloner Hochfläche

Als Alternative zur Wegführung der Sauerland-Waldroute kann man ab Warstein auch eine Nordvariante wandern. Diese ist noch ein bisschen „waldiger“ als die reguläre Route und kann natürlich auch als Ergänzung in die normale Wegführung mit eingebunden werden. Nord- und Südschleife trennen sich bei Warstein auf Höhe der bekannten Warsteiner Brauerei.

Die Nordschleife der Sauerland-Waldroute führt zunächst in Richtung Kallenhardt. Etwa auf halber Strecke von Warstein nach Kallenhardt erreicht die Sauerland-Waldroute das Lörmecketal und dort die Kulturhöhle Hohler Stein. Die Halle ist etwa 20m lang und ebenso breit. Bereits vor über 10.000 Jahren nutzten Menschen diese Höhle als Unterschlupf.

In Kallenhardt angekommen fällt direkt die katholische Pfarrkirche St. Clemens ins Auge. Die Clemenskirche wurde 1722 im Barockstil errichtet. Die Kanzel stammt von 1747, der Hochaltar von 1760.

Am Westhang des Kalvarienbergs (428m) vorbei geht es durch den Altenrüthener Wald weiter bis zum Biberteich, einem kleinen Angelteich, der von der Biber gespeist wird. Rund um den malerischen Biberteich wurde 2008 der so genannte Biberpfad eingerichtet, ein informativer Lehrweg, der an 17 Stationen Wissenswertes über den Wald vermittelt.

Vom Rüthener Stadtforst wechselt die Sauerland-Waldroute mit Überquerung der Bundesstraße B 516 in den Ringelsteiner Wald, erreicht dort die Alme und führt dann südlich auf die Briloner Hochfläche. In Alme angekommen führt die Sauerland-Waldroute an Schloss Alme vorbei, eine dreiflügelige Anlage mit zweigeschossigem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Ursprünglich war das Wasserschloss auf drei Seiten von wassergefüllten Gräften umgeben, die heute aber trocken gelegt sind.

Danach passiert die Waldroute die katholische Pfarrkirche St. Ludgerus. Mitte des 17. Jahrhunderts entstand der Westturm, während der einfache, flach gedeckte Saal und der schmale Chorraum 1753-60 erbaut wurden. Sehenswert im Inneren sind der barocke Altar und die Pietà im gotischen Stil.

Jetzt geht es ins Quellgebiet der Alme. Die Alme entspringt aus insgesamt 104 Karstquellen, die aus der Oberfläche sprudeln und sich zu einem idyllisch gelegenen Quellteich mit rund 30m Durchmesser vereinigen. Wer sich für Botanik interessiert, wird bemerken, dass sich hier ungewöhnliche Arten angesiedelt haben: Pyrenäen-Löffelkraut oder Blauer Eisenhut beispielsweise. Sie mögen das kühle, kalkreiche Wasser der Almequellen.

Der nächste Ort, den die Sauerland-Waldroute auf ihrer Nordschleife erreicht, ist das Dorf Bleiwäsche, der südlichste Ort im Kreis Paderborn. Von hier geht es durch den Madfelder Wald und das Aabachtal hinab nach Marsberg, wo die Nordschleife der Sauerland-Waldroute auf den Hauptweg trifft.

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