Panrod

Nur einen Kilometer dem Daisbach nach Osten durch den Wald folgend, kommt man nach Panrod. Der Ort liegt überwiegend am nördlichen Ufer mit dem ausgedehnten Wald im Hintergrund. Nach Süden öffnet sich die Landschaft mit einer großen zusammenhängenden landwirtschaftlichen Nutzfläche, die sich bis zur Hühnerkirche erstreckt.

Erstmalig wurde Panrod im Jahr 888 urkundlich von einem Kirberger Pfarrer erwähnt. Überhaupt bestehen enge Bindungen an den Goldenen Grund, denn auch der Ort Werschau besitzt in Panrod noch ausgedehnte Wälder, die aus der Zugehörigkeit von Panrod zum Kirchspiel Bergen resultieren.

Die evangelische Kirche wurde 1321 nach dem Vorbild der Berger Kirche bei Werschau und Niederbrechen erbaut. Der mittelalterliche gotische Wehrbau liegt oberhalb des Ortskernes. Der niedrige und gedrungene Turm wurde kaum verändert, dagegen das Kirchenschiff, vor allem durch den Anbau der Sakristei um 1560. Es finden sich dennoch Reste der Wandmalereien des 14. und 15. Jahrhunderts. Ein barockes Kruzifix geht auf das Jahr 1740 zurück, Kanzel und Empore auf das 16. Jahrhundert.

Nördlich von Panrod jenseits des Pambachs liegt mitten im Rudolfswald der Altschloss genannte Ringwall. Die wahrscheinlich zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert angelegte Befestigung ist nahezu kreisrund angelegt, mit einem Durchmesser des Innenwalls von rund 35m. Der Zugang wird von Norden her über eine kleine Holzbrücke gewährleistet, welche den früheren Wassergraben überbrückt. Der Wall hat gegenüber dem umliegenden Waldboden noch eine Höhe von ca. 1,0m bis 2,5m. Über die Hintergründe dieses Ringwalls sind sich die Forscher bis heute unklar.