Oberbergischer Lutherweg (rund um Gummersbach-Lieberhausen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑300m  ↓300m
Oberbergischer Lutherweg Markierung

2017 jährte sich die durch Martin Luther ausgelöste Reformation zum 500. Mal. Da wurde natürlich viel unter den Überschriften Reformationsjubiläum und Lutherjahr organisiert – u.a. auch Wanderwege.

So geschehen auch im Bergischen Land, wo man rund um den Gummersbacher Stadtteil Lieberhausen im Angedenken an den großen Kirchenreformer die Landschaft genießen kann. An acht Stationen kann man sich in die Arbeiten und Gedanken Luthers vertiefen. Entsprechende meditative Anleitungen gibt es in einer Broschüre oder man lädt sich die Texte per QR-Code und lässt sie sich auf dem Smartphone vorlesen.

Ok, Luther war natürlich nach heutigem Wissensstand niemals im Bergischen Land. Aber trotzdem ist e seine schöne Idee, einen Wanderweg mit Stationen zu gestalten, die zum Nachdenken anregen. Der Oberbergische Lutherweg ist durchgängig mit einem L im weißen Kreis gekennzeichnet. Er führt über Höhen und Tiefen wie im Leben sonst auch, ist aber für ungeübte Wanderer gut zu bewältigen. Landschaftlich ist alles dabei, was die oberbergische Landschaft zu bieten hat: Wasser, Wald und Weitsicht.

Start ist in Lieberhausen unweit der Lieberhausener Kirche, die im 11. Jahrhundert gebaurt wurde. Bekannt ist die Kirche durch ihre Deckenmalereien, die im 15. Jahrhundert begonnen wurden. Als einmalig im Rheinland gilt, dass hier in Lieberhausen vor- und nachreformatorische Malereien nebeneinander zu betrachten sind. Die Lieberhausener Kirche ist eine der sogenannten Bunten Kerken im Oberbergischen Land.

Wir wandern nach Westen los und kommen bald ins Aggertal. Das passieren wir und wandern nordwärts an Helberg vorbei ins Hesmicketal. Auch diesen Bach queren wir und erreichen dann den Stauweiher Badinghagen und das Wasserschloss Badinghagen.

Die Geschichte von Schloss Badinghagen geht auf das Jahr 1160 zurück. Das heutige Gebäude stammt allerdings im Wesentlichen aus dem Jahr 1902. Über dem massiven Erdgeschosssockel erhebt sich ein Fachwerkobergeschoss mit Schindelverkleidung. Schloss Badinghausen ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt warden.

Über Kropplenberg kommen wir nach Drieberhausen und treffen schließlich von Norden kommend wieder in Lieberhausen ein.

Bildnachweis: Von Frank Vincentz [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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