Nibelungensteig Etappe 7 Amorbach - Freudenberg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 25 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑775m  ↓788m
Nibelungensteig Wegmarkierung Wegzeichen

In Amorbach, der Barockstadt im Odenwald, startet die Schlussetappe auf dem Nibelungensteig. Wir gehen über den Gotthardsweg hinauf zum Gotthard (299m) und genießen von hier oben den herrlichen Blick auf Amorbach.

Auf dem Gotthard steht heute die sogenannte Gotthardruine. Die ist der Rest des Zisterzienserinnenklosters, das hier im 13. Jahrhundert errichtet und im Deutschen Bauernkrieg 1525 zerstört wurde. 1628-31 leitete der Amorbacher Benediktiner-Abt Erhard Landecker den Wiederaufbau der kleinen Kirche, die 1714 nach einem Blitzschlag ausbrannte und seitdem als Ruine ihr Dasein fristet.

Vom Gotthard hält sich der Nibelungensteig in östliche Richtung bis zur Sattelhütte und führt dann nordöstlich weiter nach Reuenthal. Hier stößt man auf die Nithardsmühle, die der Legende nach an Stelle des Geburtshauses des Minnesängers Neidhart von Reuenthal erbaut worden ist.

Von Reuenthal geht es weiter nach Monbrunn und hinauf auf den Greinberg (452m), wo sich Reste einer keltischen Ringwallanlage erhalten haben. Da nachher die Römer diese Anlage als eine Art Tempel nutzten, kennt man den Ringwall Greinberg auch als Römerschanze.

Vom Greinberg erfolgt der Abstieg ins Maintal und zur Mildenburg, eine im späten 12. Jahrhundert erbaute Höhenburg, die 1979 von der Stadt Miltenberg erworben wurde und seit 2011 für die Öffentlichkeit zugängig ist. Untergebracht ist auf der Mildenburg heute das Museum.Burg.Miltenberg, das Ikonen und moderne Kunst zeigt – eine spannende Mischung.

Durch das Schnatterloch und vorbei am Museum.Stadt.Miltenberg kommt man zur katholischen Pfarrkirche St. Jakobus. Ihre heutige klassizistische Form erhielt die Miltenberger Jakobuskirche im 19. Jahrhundert.

Hinter der Kirche kreuzt der Nibelungensteig die Staatsstraße 2310 und führt zum Main. Hier halten wir uns rechts und spazieren nun am Mainufer entlang bis zur Einmündung der Erf, die bereits in der Gemarkung von Bürgstadt liegt. Hier halten wir uns rechts, passieren wenig später die Erf und spazieren zur Martinskapelle im Herzen von Bürgstadt.

Die Martinskapelle wurde vermutlich bereits im 10. Jahrhundert erbaut. Im Inneren finden sich wertvolle Wand- und Deckenmalereien aus dem 16. Jahrhundert. Sie zeigt als eine Art Bilderbibel in in vierzig Medaillons Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Die benachbarte katholische Pfarrkirche St. Margareta wurde um 1300 erbaut, später umgebaut und erweitert. Das gotische Portal stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Von Bürgstadt aus führt der Nibelungensteig hinauf auf den Eichenbuckel und zur Centgrafenkapelle. Die Kapelle wurde von dem Bürgstadter Centgraf (Vorsitzender eines mittelalterlichen Gerichtsbezirks) im 17. Jahrhundert in Auftrag gegeben, aber nie fertiggestellt. Von der Centgrafenkapelle genießt man einen wunderschönen Blick auf das Maintal, Bürgstadt und Miltenberg.

Wir wandern nun durch ein schönes Waldgebiet über den Wannenberg (482m) und passieren wenig später die Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Dann erfolgt der Abstieg zur Burg Freudenberg, die im 12. Jahrhundert begründet wurde. Eine Besonderheit ist der dreistufige Bergfried.

Von der Ruine der Burg Freudenberg wandern wir nun hinab nach Freudenberg, dessen historischer Stadtkern als Gesamtanlage unter Denkmalschutz steht. Der Nibelungensteig endet an der Alten Laurentiuskirche, die 1691-92 erbaut wurde und nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine neue Laurentiuskirche ersetzt wurde. Seitdem dient die Alte Laurentiuskirche als Veranstaltungsraum für kulturelle und kirchliche Zwecke.

Bildnachweis: Von Presse03 [GFDL], via Wikimedia Commons

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