Über den Greinberg in die Miltenberger Altstadt


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑372m  ↓372m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Miltenberg liegt an einem malerischen Mainbogen in Unterfranken, ist eine Kreisstadt mit 8 Stadtteilen und rund 9.350 Einwohnern. Das historische Miltenberg liegt links vom Mainknie.

Miltenberg einer der vier Orte des Mainvierecks, die anderen sind Gemünden, Wertheim und Aschaffenburg. Wir sind heute im historischen Miltenberg unterwegs, durch Wald geht’s zum Greinberg (452m) mit der Greinbergschanze. Der Nibelungensteig kommt auf seiner 7. Etappe durch Miltenberg.

Der Wanderparkplatz am Schützenhaus, nebst Tennis- und Bogenplatz, ist Ausgangsort. Wir wandern mit dem Uhrzeiger in die Natur und auf den Kapellenweg. Stetig bergan kommen wir zum Greinberg, den wir nach rund 4,5km erreichen. Am Greinberg haben sich Reste einer keltischen Ringwallanlage erhalten. Die nachkommenden Römer und nutzen die Stätte für eine Tempelanlage. Man fand hier den Toutonenstein, ein Grenzstein aus dem 2./3. Jh., den man im Miltenberger Stadtmuseum (Museum.Stadt.Miltenberg) sehen kann.

Wir gehen ein Stück Nibelungensteig und kommen in Kurven an den Main hinunter, wobei wir auf einer Aussichtsplattform verweilen. Dann wandern wir zur Mildenburg mit Bergfried und dem Museum.Burg.Miltenberg. Die Mildenburg wurde um 1200 als Höhenburg errichtet. Der 27m hohe Bergfried aus Buckelquadern ist der älteste Teil der Burg, dessen Wohngebäude mit dem Treppengiebel aus dem 14. Jahrhundert stammt. Seit 2011 ist hier das Burgmuseum ansässig, mit Ikonen und moderner Kunst. 

Durch die Schlossgasse kommen wir ins Schnatterloch und könnten dem Stadtmuseum mit Renaissance-Erkern einen Besuch abstatten. Am Marktplatz und in der Umgebung fühlt man sich schon beinahe wie in einem Freilichtmuseum, von Fachwerk umgeben. Prägend steht vor uns die katholische Kirche St. Jakobus.

Die Jakobskirche ist im Kern gotisch und aus dem 13. Jahrhundert. Ihre klassizistische Form erhielt die dreischiffige Emporenpseudobasilika im 19. Jahrhundert. Hoch recken sich die Chorflankentürme mit Welschen Hauben. Im Inneren überspannt einen Tonnendecke das langgestreckte Schiff, das eher reduziert ausgestattet ist.

Wir spazieren durch die Hauptstraße mit dem Alten Rathaus (1728). Es lohnt ein kleiner Bummel. Dann trifft man auch auf ein weiteres herausragendes Gebäude mit dem Gasthaus Zum Riesen. Es gilt als eines der ältesten in Deutschland und wird auch Fürstenherberge genannt. Der imposante „Riesen“ hat einen gotischen Kern. Was man heute sieht, stammt aus dem Jahr 1590. 100 Eichenstämme wurden dem Erbauer damals bewilligt. Von Barbarossa bis Presley sollen sie hier mit Rang und Namen übernachtet haben. Durch den Stadtpark wandern wir auf den Panoramaweg, der uns auf den Wiesenweg und zum Schützenhaus zurückbringt.

Bildnachweis: Von Holger Uwe Schmitt [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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