Nibelungensteig Etappe 5 Hesselbach - Preunschen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 7 Min.
Höhenmeter ca. ↑417m  ↓443m
Nibelungensteig Wegzeichen Markierung

In Hesselbach im Dreiländereck von Hessen, Bayern und Baden-Württemberg fangen wir unsere fünfte Tageswanderung auf dem Nibelungensteig an. Vom Dorfgemeinschaftshaus an der Hauptstraße geht es nach Norden Richtung Wagenlücke.

An der Wagenlücke halten wir uns rechts und wandern weiter über die Ausläufer der Würzberger Platte hinauf zur Landstraße nach Würzberg. Die wird passiert und jetzt spazieren wir in südlicher Richtung auf der Landesgrenze zwischen Hessen und Bayern vorbei am Hesselbacher Tor zum Dreiländerstein, der das Zusammentreffen der Ländergrenzen von Bayern, Baden-Württemberg und Hessen markiert.

Wir bleiben auf hessischer Seite und wandern auf dem Nibelungensteig durch die Gemarkung Laubhecke. Es geht dann links ab über die Landesgrenze nach Baden-Württemberg Richtung Schloss Waldleiningen. Einen halben Kilometer vor dem als Privatklinik genutzten Schloss Waldleiningen halten wir uns links und wandern hinein nach Bayern.

Wir wandern nun hinein ins Breitenbachtal und folgen dem Bachlauf abwärts in den verlassenen Ort Breitenbach. 1741 wurde für die damals noch gut hundert Einwohner die Kirche St. Wendelin und St. Nikolaus erbaut, die schon damals als Wallfahrtskapelle genutzt wurde. Hundert Jahre später verwaiste der Ort. Die Höfe wurden abgebrochen, allein die Kirche blieb stehen. Die Wallfahrtskapelle Breitenbach stellt mit ihrer Einfachheit und der barocken Ausstattung einen besonderen kulturhistorischen Wert im Odenwald dar.

Der Nibelungensteig folgt nun ein kurzes Stück dem Dörnbachtal, zweigt aber bald nach rechts ab und steuert den Kirchzeller Ortsteil Ottorfszell im Gabelbachtal an. Die katholische St. Barbara Kirche entstand 1909-10 im Heimatstil.

Das letzte Wegstück dieser Etappe führt uns auf dem Nibelungensteig zum Zielort Preunschen, ebenfalls ein Ortsteil von Kirchzell. Durch die Höhenstraße und die Bergstraße kommen wir ins Dorfzentrum rund um die katholische St. Antonius Kirche, die vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt. Dann biegen wir in die Dorfstraße ab, wo wir die Wanderung am Waldmuseum Watterbacher Haus beenden.

Das Watterbacher Haus stammt im Kern aus dem 15. Jahrhundert und stand – daher der Name – zunächst in der Gemarkung von Watterbach. Da das Watterbacher Haus als eines der ältesten Fachwerkhäuser des Odenwalds gilt, wurde es fachmännisch abgeschlagen und dann, erst in Breitenbach, 1981 dann in Preunschen, wieder aufgestellt.

Im Watterbacher Haus wurde 1997 das Waldmuseum Watterbacher Haus eröffnet. Das Waldmuseum zeigt die forstgeschichtliche Entwicklung im südlichen Odenwald. Das Waldmuseum ist in der Regel samstags und sonntags geöffnet.

Bildnachweis: Von Bytfisch [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

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