Naturhistorischer Wanderweg Menden


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 21 Min.
Höhenmeter ca. ↑256m  ↓256m
Der naturhistorische Wanderweg in Menden ist mit einem Z markiert

Im Schnittpunkt von Lennebergland, Arnsberger Wald und Hochsauerland liegt Menden, eine 55.000 Einwohner starke Stadt im Sauerland. Der naturhistorische Wanderweg ist mit dem Kennbuchstaben Z gekennzeichnet und startet im Zentrum von Menden oberhalb der mächtigen Pfarrkirche St. Vincenz.

Die katholische Pfarrkirche St. Vincenz ist eine gotische Hallenkirche, deren Westturm noch aus der Mitte des 14. Jahrhunderts stammt. Das dreischiffige Langhaus mit Kreuzgewölbe entstand im 15. Jahrhundert. Das Innere der Kirche ist eher schlicht gestaltet. Die interessantesten Details sind hier der Altar von 1628, eine Madonna von 1460 und ein gotisches Triumphkreuz. Überregional bekannt ist die St. Vincenz Kirche vor allem durch die lange Tradition der Oster-Feierlichkeiten. Alljährlich strömen viele Tausend Gläubige nach Menden, um hier das Osterfest hier zu feiern, insbesondere den Höhepunkt, die Mendener Kreuztracht.

Ziel des Prozessionswegs ist die Antoniuskapelle, die der naturhistorischer Rundweg am Ende der Tour besucht. Zunächst geht es aber unterhalb der Kapelle zu den Überresten der niedergegangenen Burg Rodenberg. Sie war einst Stammsitz des Adelsgeschlechts Romberg, die später auf Schloss Brüninghausen in Dortmund residierten. 1301 wurde die Burg zerstört und nie wieder aufgebaut. Lange war ihr Standort unbekannt, erst in den 1950er Jahren wurden die Reste wiedergefunden und die erhaltenen Mauerreste freigelegt. Die Ruinen sind frei zugänglich.

Weiter geht es zum Regentempel, einem kleinen Pavillon im Wald, und zur Freizeitanlage Almterrassen. Jetzt sind wir schon im Naherholungsgebiet Hexenteich. Der Hexenteich liegt ein wenig weiter oberhalb. Der Z-Weg führt nicht direkt zum Teich, sondern knickt gut 50m vorher ab. Es empfiehlt sich jedoch den kurzen Abstecher zu dem malerischen Waldteich nicht auszulassen. Zum einen leben hier Schildkröten, zum anderen gibt es bizarre Baumskulpturen rund um den See zu betrachten, die einen speziell an nebligen Tagen daran erinnern, warum der Teich Hexenteich heißt.

Der naturhistorische Rundweg führt bis kurz unter den Flugplatz Menden-Barge, an dem im Sommer häufig Flugbetrieb herrscht, und knickt dann nach Süden. Über den Lahrberg (305m) geht es jetzt zur Antoniuskapelle auf dem Rodenberg (268m). Die Antoniuskapelle ist das Ziel der Mendener Kreuztracht, der größten Karfreitagsprozession in Westfalen, die seit über 300 Jahren begangen wird.

Die Antoniuskapelle stammt aus dem späten 17. Jahrhundert. Unter einem Baldachin befindet sich dort auch eine große Kreuzigungsgruppe aus dem Jahr 1705 beziehungsweise eine Kopie dieser Gruppe. Die Originale sind heute in der Turmkapelle der St. Vincenz Kirche in Menden zu finden, die dann zugleich auch das Ziel unserer Wanderung ist.

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