Märzenbecherbruch im Ebbegebirge (Nordhelle)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑401m  ↓401m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Auf dieser Runde geben sich die Naturschutzgebiete die Äste in die Hand: Naturschutzgebiet Kammoor am Märzenbecherweg, südlich grenzt Auf’m Ebbe / Ebbemoore an, wir wandern mit Wald und etlichen kleinen Bachläufen zum Herveler Kopf (548m), durch Kulturlandschaft mit den Örtchen Reblin, über den Ebbebach nach Stucken, umrunden nördlich die Nordhelle (663m), nahe dem Naturschutzgebiet Wolfsbruch und genießen erhabene Rast am Robert-Kolb-Turm.

Die ganze Tour liegt zwischen Herscheid nördlich und Valbert südlich im westlichen Teil des Sauerlands. Die Nordhelle ist der höchste Gipfel des Ebbegebirges, kurz auch Ebbe genannt. Der ehemalige Naturpark Ebbegebirge ging 2015 im deutlich größeren Naturpark Sauerland-Rothaargebirge auf. Gegen Ebbe im Rucksack haben wir genügend Essen und Trinken dabei.

Wir starten am Wanderparkplatz Nordhelle an der Ebbestraße L707 und wandern den Märzenbecherweg gen Westen, mit Wald und Schatten, leicht abwärts. Nach etwas über 2,8km biegen wir nach rechts auf den Wilddiebsweg. Westlich unserer Route ist übrigens die Fürwiggetalsperre, die höchstgelegene im Sauerland. Sie liefert Trinkwasser, nicht Badewasser.

Der Märzenbecherbruch im Ebbegebirge lockt jedes Jahr im Frühling zahlreiche Naturliebhaber an. Der Märzenbecher, auch Frühlings-Knotenblume oder Großes Schneeglöckchen genannt, gehört mit seinen glöckchenförmigen weißen Blüten zu den ganz früh blühenden Pflanzen. Je nach Standort und Witterung kann es schon im Februar losgehen. Normalerweise stehen die Märzenbecher in kleineren Grüppchen beisammen - eine größere Ansammlung wie hier im Märzenbecherbruch ist eher selten zu finden.

Nach 3,6km nehmen wir eine Richtungsänderung vor: gen Osten. Wald und Bäche, Bäche und Wald, Wiesen und Bäche, die zum Herveler Bach links unseres Weges plätschern. Wir kommen aufwärts über den bewaldeten Herveler Kopf. Abwärts über die L696, mit Waldrand und Wiesen erneut über die Landesstraße und nach Reblin sowie nach Stucken. Rund um Reblin sind Pingen im Boden zu sehen, als frühe Zeichen im Boden für den Erzbergbau.

Durch den herrlichen Mischwald schwingen wir uns auf, gen Südosten, die Nordhelle umrunden. Es erhebt sich ein Nato-Fernmeldeturm und ein Stück entfernt ein Sendeturm des WDR. Von hier oben hat bereits Kaiser Napoleon gespäht. Über den Berg verlaufen der Lenne-Sieg-Weg, Richard-Schirrmann-Weg, Robert-Kolb-Weg und Sauerland-Höhenflug.

Der sanierte und holzverkleidete, steinerne Robert-Kolb-Turm, mit Panoramafenstern unterm Dach, kann zu den Öffnungszeiten der Gaststätte bestiegen werden. Im Zuge der letzten Sanierung wurden die Sichtfenster etwas freigeschnitten, aber nicht alle. Man kann weit gen Norden und Südwesten schauen. Jetzt noch ein Stück mit dem Höhweg gehen und wir sind am Parkplatz Nordhelle zurück.

Bildnachweis: Von Hedwig Storch [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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