Kölner Weg Etappe 7 Bad Marienberg - Dreifelden


Erstellt von: Westerwaldverein
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑271m  ↓290m
Der Kölner Weg führt von Bad Marienberg zur Westerwälder Seenplatte

Bevor Bad Marienberg Stadt wurde, war es schon Höhenluftkurort. Seit 1936 ist anerkannt, dass der frische Westerwaldwind in Bad Marienberg besonders gesund ist. Später ergänzten die Bad Marienberger ihr Wellness-Angebot mit Kneipp-Einrichtungen und der Ort wurde zum Kneipp-Heilbad. Es kann also nur gesund sein, auf der siebten Etappe des Kölner Wegs zu wandern, die hier in Bad Marienberg beginnt.

Daher sei gleich zum Start empfohlen, einen kurzen Abstecher in den Kurpark Bad Marienberg zu machen. Hier gibt es einen schönen Apothekergarten mit Kräutern und einen Barfußweg der Sinne. Noch spüren die Füße was, also schnell Schuhe ausziehen und die 18 verschiedenen Felder mit den Sohlen erfühlen. Derweil schaut einem oben vom Berg die evangelische Pfarrkirche zu, die 1818-1821 von Johannes Schrumpf im spätklassizistischen Stil erbaut worden ist.

Auf die evangelische Kirche wandern wir jetzt auch zu und verlassen Bad Marienberg. Über den Kackenberger Stein (471m) und das Dorf Dreisbach erreicht der Kölner Weg das Westerburger Land. Nächster Ort am Wegesrand ist Stockum-Püschen. Hier lockt der Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel zu längerem Verweilen.

Der Stöffelpark wurde 2006 eröffnet und ist in der Verbindung von Industriegeschichte und Archäologie einzigartig – nicht nur im Westerwald! Mit wechselnden Ausstellungen, Lernstationen, Führungen und aktiven Erlebnisbereichen wird für alle Zielgruppen geboten. Der Kölner Weg führt direkt am Aussichtsturm bei Stockum-Püschen vorbei. Von dem 17m hohen Turm mit integrierter Wetterwarte hat man einen umfassenden Überblick über das Gelände des Stöffelparks.

Vom Aussichtsturm am Stöffelpark führt der Kölner Weg weiter südwärts nach Rotenhain. Hier kann man nicht nur das Westerwälder Bauerndiplom machen und sich die Nachbildung einer alten Turmhügelburg anschauen, sondern sollte einen Blick auf die Pfarrkirche St. Martin werfen. Die Ursprünge der Rotenhainer Martinuskirche gehen auf das Jahr 1220 zurück. Das große barocke Schiff der heutigen Kirche stammt von 1743. Die Basaltsteine des verputzten Turms stammen wohl von der Alten Burg. Sehenswert ist an der Stirnwand der Martinuskirche ein Natursteinmosaik aus über 50.000 Einzelsteinen mit christlichen Motiven.

Ein gutes Stück weiter erreicht der Kölner Weg am Vierherrenstein die Westerwälder Seenplatte. Der Vierherrenstein markiert die Stelle, an der die vier Gemarkungen Wölferlingen, Linden, Lochum und Rotenhain aufeinanderstoßen. Die drei erstgenannten gehören alle zur Seenplatte, die aus sieben Teichen besteht, die um 1650 auf Anordnung von Graf Friedrich zu Wied zur Fischzucht angelegt worden sind. Derselbe Graf war es übrigens auch, der die Stadt Neuwied am Rhein gründete. Er hatte also wohl öfters Ideen, die über seine Zeit hinaus wiesen.

Der größte Weiher der Westerwälder Seenplatte ist der Seeweiher bei Dreifelden, der immerhin stolze 123ha Wasserfläche hat. Von Linden kommend speist die Wied – der größte Fluss im Westerwald – den Dreifelder Seeweiher. Am Strandbad Dreifelden kann man sich zum Abschluss dieser Wanderung auf dem Kölner Weg entspannen.

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