Permanentwanderweg Rund um den Stöffel (Westerwald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑298m  ↓298m
Permanentwanderweg Rund um den Stöffel im Westerwald

Auch wenn er eigentlich als Nordic Walking Strecke ausgewiesen ist, ist der Permanentwanderweg Rund um den Stöffel eine sehr gute Tourenempfehlung für den Hohen Westerwald, kann man mit dieser Wanderung des Wanderclubs Hui Wäller doch einen Besuch des Industrie- und Erlebnisparks Stöffel verbinden, vom Stöffelturm die Aussicht über den Hohen Westerwald genießen und in Rotenhain den Nachbau einer alten Turmhügelburg bewundern.

Startpunkt dieses durchgängig ausgeschilderten Rundwanderwegs ist der Parkplatz am Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel, der 2006 auf dem Gelände eines Steinbruchs im größten zusammenhängenden Basaltabbaugebiet des Westerwalds eröffnet wurde. Fast die gesamten Werksanlagen, die zu Teilen noch aus den 1930er Jahren stammen, sind erhalten und bilden ein einzigartiges Zeugnis deutscher Industriegeschichte.

Bekannt ist der Stöffelpark aber auch bei Archäologen. Im Stöffel wurde 1992 die Stöffelmaus entdeckt, eine Flugmaus, die vor 40 Mio. Jahren durch nordamerikanische, europäische und asiatische Gefilde schwebte. Die Stöffelmaus hat es sogar ins renommierte Nature-Magazine geschafft – das hat vor ihr wahrscheinlich kein Westerwälder fertiggebracht! Dieses einzigartige Zusammenspiel von Industriegeschichte und Erdgeschichte machen den Stöffelpark zu einem der spannendsten Ausflugsziele im Westerwald.

Los geht’s am Informationszentrum im Stöffelpark. Von hier wendet sich der Permanentwanderweg zur Brecheranlage 1 und führt am Klettersteig für wagemutige Freeclimber vorbei zunächst nordwärts in Richtung Wald. Ab hier teilt sich der Permanentwanderweg die Trasse mit dem Westerwaldsteig und leitet an einer kleinen Waldkapelle vorbei bis an den Ortsrand von Nistertal.

Durch die Stöffelstraße führt der Permanentwanderweg jetzt südwärts an der Rückseite des Stöffelparks entlang bis zum 17m hohen Stöffelturm. Vom Turm genießt man bei gutem Wetter einen schönen Rundblick über das Westerburger Land, hinüber zur Marienberger Höhe und auf die Westerwälder Seenplatte.

Der nächste Wegabschnitt verläuft im Wesentlichen über befestigte Wege bis nach Rotenhain, einem kleinen Westerwalddorf, das bis 1937 noch Rotzenhahn hieß, was damit zusammenhängt, dass der Ort um eine kleine Turmhügelburg entstand, die die Familie Rozo vermutlich im 13. Jahrhundert anlegte. Von der Alten Burg zu Rotzenhahn wurden 1997 die Fundamente gefunden, auf denen ab 2009 durch die Dorfgemeinschaft die neue Burg errichtet wurde.

Vorbei am kleinen Dörfchen Todtenberg geht es jetzt wieder zurück nach Enspel zum Stöffelpark. Jetzt sollte unbedingt noch ein Besuch des Stöffelparks auf dem Programm stehen. Allein, um das Erlebnisklo zu erleben, das in einem großen dunkelgrünen Glaswürfel in der alten Dampfmaschinenhalle untergebracht ist und das Geschäft mit Maschinengeräuschen sanft unterlegt.

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