Himmelsleiter im Hochtaunus: Von Schmitten zum Aussichtsturm Pferdskopf


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑436m  ↓436m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wanderwege im Taunus haben meist keine Namen und sind schlicht mit Tiersymbolen markiert. Das macht es nicht wirklich einfach, nach ihnen zu suchen oder von Wegen zu erzählen. Deshalb hat man dem Weg „Blaue Meise“ bei Schmitten kurzerhand einen etwas emotionaleren Beinamen verpasst: Die Himmelsleiter im Hochtaunus.

Wir starten unsere himmlische Wandertour an der katholischen Kirche St. Karl Borromäus, die 1893 im neugotischen Stil gebaut wurde. Neben der Kirche führt eine Treppenanlage zum Wiegerfelsen, einem Aussichtspunkt über dem Ort. Den lassen wir aber aus und folgen einfach der Blauen Meise.

Es geht ins Weiltal, wo wir auf den Weiltalweg stoßen und mit diesem zusammen nach Dorfweil wandern, dann die Einmündung des Aubachs passieren und schließlich nach Brombach kommen. In Brombach zweigt die Himmelsleiter vom Weiltalweg ab und wir kommen zur Luthereiche, die 1883 anlässlich des 400. Geburtstags von Martin Luther gepflanzt wurde und bis heute einen beeindruckenden Blickfang darstellt.

Wir wandern jetzt zum Naturfreundehaus Brombacher Hütte in einem Wiesental am Fuße des Pferdskopfs (663m). Die Brombacher Hütte ist Treff- und Ausgangspunkt vieler Wanderer und als Selbstversorgerhaus mit Ofenheizung und Brunnen gut geeignet für Freizeiten.

Dann wandern wir durch schönen Buchenwald hinauf nach Treisberg. Wenn wir den Wald verlassen haben wir einen schönen Fernblick über den Taunus. Ein Schlepplift sorgt hier im Winter für Skibetrieb. 

Jetzt geht es weiter hinauf auf den Pferdskopf (weggleich mit dem Schinderhannes-Steig). Der Gipfel wird seit 1987 von dem 34m hohen Aussichtsturm Pferdskopf gekrönt. Ist das Wetter gut, bietet sich von hier ein schöner Rundblick auf die umliegenden Höhen des Hochtaunus und hinein ins Usinger Becken und das Weiltal. Bei klarer Sicht zeichnet sich im Hintergrund nordwärts der Westerwald und östlich der Vogelsberg ab.

Vom Pferdskopf aus führt uns der Himmelsleiter-Wanderweg hauptsächlich bergab durch einen Fichtenwald. Wir genießen den weiten Blick über das Leistenbachtal, einem kleinen Zufluss der Weil. Weiter geht es über den Feldkopf (596m) zur Schutzhütte am Weißen Stein. Das letzte Stück des Weges führt durch Streuobstwiesen zurück nach Schmitten.

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