Geopfad Trasshöhlenweg (Brohltal)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 21 Min.
Höhenmeter ca. ↑342m  ↓342m
Geopfad Trasshöhlenweg Brohltal Ahr-Eifel

Der Trasshöhlenweg ist einer der Geopfade, die im Wandergebiet Brohltal ausgeschildert sind. Als Markierung dient das Logo des Nationalen Geoparks Vulkanland Eifel mit der zusätzlichen Kennung U für unteres Brohltal. Der Startpunkt des Trasshöhlenwegs liegt am Ausflugslokal Jägerheim, direkt an der Bundesstraße B 412 von Brohl nach Burgbrohl.

Direkt hinter dem Jägerheim liegen die ersten Trasshöhlen. Beim Ausbruch des Vulkans, aus dem vor rund 13.000 Jahren der Laacher See entstand, flog viel Asche durch die Luft, die teilweise damals noch existierende Täler komplett verfüllte. Es entstand Trass, der im Brohltal schon von den Römer abgebaut wurde. Die Trasshöhlen am Jägerheim sind problemlos und ohne Taschenlampe zu besichtigen. Geschlossenes Schuhwerk ist allerdings ratsam, um staubige Füße zu vermeiden und besseren Tritt zu haben.

Wir folgen dem Geopad südwärts zu weiteren Trasshöhlen und queren dann die Bundesstraße und den Brohlbach. Wir wandern nun rechts der Brohl bis Burgbrohl. Die markanteste Sehenswürdigkeit in Burgbrohl ist Schloss Burgbrohl, das im 17. Jahrhundert im Stile des Barocks nach der Zerströrung der ursprünglich mittelalterlichen Burg erbaut wurde. Schloss Burgbrohl diente von 1985-97 dem Künstler Gottfried Helnwein als Wohnhaus und Atelier. Heute wird Schloss Burgbrohl als Wellness- und Tagungshotel genutzt.

Der Trasshöhlenweg führt weiter südwärts und biegt dann an der Kapelle im Nücker in einem Stichweg ab zum ehemaligen römischen Steinbruch Mauerley. Zurück an der Kapelle wandert man weiter nach Wassenach. Hier trifft man auf das Burghaus Wassenach, das 1772 als stattlicher Barockbau entstand. Im Burghaus Wassenach befindet sich die größte private historische Musikinstrumentensammlung in Deutschland. Unter den Instrumenten sind Schätze wie Spinett und Hammerklavier sowie frühe Ausführungen des Harmoniums.

Von Wassenach aus leitet der Trasshöhlenweg zunächst nordöstlich, dann nordwärts zum Römerbrunnen, wo der Tönissteiner Bach entspringt. Wir folgen dem Tönissteiner Bach nun und kommen in die Wolfsschlucht, wo sich der Tönissteiner Bach tief eingeschnitten hat und ein wildes Tal ausbildet.

Am Ende der 800m langen Wolfsschlucht stößt man auf die Ruinen des Klosters St. Antoniusstein. Die Ruinen sind der Rest des im 15. Jahrhundert erbauten Karmeliterklosters. Während der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Kloster aufgelöst und verfiel danach zur Ruine.

Wenig später erreicht der Trasshöhlenweg den Kurfürstenhof, das ehemalige Kurhotel im Tönissteiner Bachtal, das heute als Seniorenzentrum dient. Vom Kurfürstenhof wandert man durch den Wald auf dem sogenannten Lönssteig wieder zurück zum Jägerheim am Brohltal-Viadukt, über das ab und an der Vulkan-Express vom Rhein aufwärts nach Engeln tuckert.

Vgwort