Fritz-Golte-Weg (Witten)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 5 Min.
Höhenmeter ca. ↑389m  ↓389m
Der Fritz-Golte-Weg führt ins Muttental, die Wiege des Bergbaus im Ruhrgebiet

Im nördlichen Zipfel des Ennepe-Ruhr-Tals im Bergischen Land verläuft der Fritz-Golte-Weg des Sauerländische Gebirgsvereins (SGV). Benannt wurde der 1948 eingerichtete Rundwanderweg nach Fritz Golte (1848-1935), der in der Wittener Abteilung des SGV wesentlichen Anteil an der Einrichtung des örtlichen Wegenetzes im Ardeygebirge hatte. Der Fritz-Golte-Weg startet im Wittener Stadtteil Bommern am Wanderparkplatz in der Nachtigallstraße.

Wandert man den Fritz-Golte-Weg im Uhrzeigersinn, geht es zunächst durch die Nachtigallstraße in Richtung Ruhrbrücke und dann nach rechts in die Kastanienallee und hinein ins Muttental, das von dem Muttenbach ausgebildet wird, einem 6km langen Zufluss der Ruhr. Hier im Muttental vermuten die Heimatforscher die Anfänge des Kohlebergbaus im Ruhrgebiet, den man ab Anfang des 16. Jahrhunderts belegen kann. Das Muttental ist also quasi die Wiege des Ruhrgebiets.

Auf Höhe des ehemaligen Bethauses der Bergleute erreicht der Fritz-Golte-Weg den Muttenbach und führt an der früheren Zeche Hermann vorbei hinein in den Stadtforst Muttental. An einigen Fischweihern passiert der Fritz-Golte-Weg den kleinen Muttenbach und leitet weiter ins Naturschutzgebiet Elbschebachtal.

Hier hat der Fritz-Golte-Weg seinen südlichen Wendepunkt erreicht und knickt nach Westen ab in den Wittener Ortsteil Bommerholz. Nach einer erneuten Querung des Muttenbachs, wird das Naherholungsgebiet Stadtforst Vormholz erreicht, das der Fritz-Golte-Weg von Süd nach Nord durchstreift.

Am Ende der Waldpassage erreicht der Fritz-Golte-Weg an der Burgruine Hardenstein die Ruhr. Burg Hardenstein wurde 1345-54 erbaut, bis ins 17. Jahrhundert bewohnt und anschließend als Lager für den Kohlebergbau genutzt. Seit 1975 ist die Stadt Witten Besitzer der Ruine von Burg Hardenstein.

Seit April 2006 bringt die Fähre Hardenstein als einzige Fähre am Lauf der Ruhr kostenfrei Wanderer und Radfahrer von der Burgruine Hardenstein auf die andere Uferseite. Am selben Anleger verkehrt auch das Ausflugsschiff MS Schwalbe II, das zwischen dem Kemnader See und Bommern pendelt. Aber nicht nur per Schiff ist die Burgruine Hardenberg gut angebunden. Auch die Museumszüge der Ruhrtalbahn machen hier Halt auf ihrem Weg vom Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen nach Hagen.

Entlang der Ruhr geht es weiter auf dem Fritz-Golte-Weg bis zur Einmündung des Muttenbachs in die Ruhr. Hier knickt der Weg an der ehemaligen Zeche Martha nach Westen ab und macht (leider) einen Bogen um das sehenswerte Industriemuseum Zeche Nachtigall. Stattdessen geht es direkt zum Schloss Steinhausen.

Schloss Steinhausen wurde im 13. Jahrhundert von den Herren von Witten zur Sicherung eines Ruhrübergangs errichtet. Sein heutiges Aussehen erhielt Schloss Steinhausen jedoch im Wesentlichen nach 1893, als ein Wittener Unternehmer die Anlage übernahm und im Stil des Historismus dem Zeitgeist anpassen ließ. Schloss Steinhausen ist nur von außen zu besichtigen, der Schlosspark ist aber frei zugängig.

Hinter Schloss Steinhausen etwas versetzt liegt an der Ruhrtalbahn das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia. Das 2002 eröffnete Museum zeigt historisch wertvolle Schienenfahrzeuge aus dem Gruben- und Feldbahnbereich. Rund hundert Lokomotiven und 200 Waggons umfasst die Sammlung. Das Museum betreibt eine extra für die Besucher angelegte Bahnstrecke, die vom Parkplatz Nachtigallstraße durch das Gruben- und Feldbahnmuseum bis auf das Gelände des Industriemuseums Zeche Nachtigall führt.

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