Entenfang (Mülheim an der Ruhr)

In direkter Nachbarschaft zur Duisburger Sechs-Seen-Platte liegt bereits auf dem Stadtgebiet von Mülheim an der Ruhr ein siebter See: der Entenfang. Rund um den 10ha kleinen Entenfang finden sich zahlreiche Wanderwege und auch ein Campingplatz. Der durch Kiesabbau entstandene See ist kein reiner Baggersee, der sich allein durch Grundwasser speist, sondern hat als Zuflüsse den Rottbach und den Wambach, die von Saarn aus zufließen.

Am Entenfang hat man bis auf die Autobahn Natur pur mit gleich drei Naturschutzgebieten, die sich in einem weiten Bogen östlich des Sees befinden. Gleich am Wambach ist das rund 195ha große Naturschutzgebiet Wambachtal und Oembergmoor. Das erstreckt sich fast durchgängig entlang des Baches bis in sein Quellgebiet in Saarn. Es gehört zum Broich-Speldorfer Wald und umfasst neben dem Wambach auch die Nebenbäche inklusive der Waldgebiete. Auch das Oembergmoor ist schützenswert mit seinem eigenen Klima, mit Heidemoor und torfmoosreichen Pfeifengraswiesen. Im Mündungsbereich des Baches in den Entenfang hat sich ein Erlenbruchwald breit gemacht. Schutzziel ist es, das noch in weiten Teilen naturnahe Bachtal zu erhalten und zu entwickeln.

Südlich davon findet sich das 65ha große Naturschutzgebiet Rottbachtal. Das Gebiet erstreckt sich von der Mühlenbergsheide entlang des Bachlaufs bis zur Mündung in den Entenfang. Der Rottbach hat keine Quelle sondern mehrere Gräben versammeln sich zu dem Bachlauf, den man allerdings in trockenen Sommern suchen kann, da er austrocknet. Man findet sogenannte Fettwiesen, einen alten Rotbuchenbestand und auch ein Feuchtwiesenareal. Südlich des Rottbachs liegt der Golfclub Mülheim und der ist von einem weiteren NSG gen Süden begrenzt, dem Quellenhang in der Lintorfer Mark.

In Richtung der Ruhr und südlich des Ortes Saarn liegt dann das Naturschutzgebiet Auberg und Oberläufe des Wambaches mit rund 75ha. Die Naturlandschaft zeigt sich vielfältig mit Feucht- und Magergrünlandflächen und Hecken, man sieht Weiden und Obstwiesen und hört den Steinkauz. Bei Hesselkamp ist ein Teich und zum Naturschutzgebiet zählt ein Bereich des einstigen Standortübungsplatzes der Bundeswehr.

Die Naturschutzgebiete liegen in und um den Bereich, der Saarner Mark genannt wird. Eine Mark bezeichnet eine Grenze und/oder eine historische Ackerfläche einer Gemeinde, eine sogenannte Feldmark. Durch die Saarner Mark verlaufen u.a. der Neandertalweg auf der ersten Etappe, der Neanderlandsteig (Etappe 14) und die Schlussetappe des Ruhrhöhenwegs.