Ennepetalsperre

Im Südwestzipfel des Wandergebiets Breckerfelder Hochfläche liegt die 103ha große Ennepetalsperre. Gespeist wird die Ennepetalsperre von der Ennepe und einer ganzen Reihe weiterer kleiner Bäche. Die Staumauer der Ennepetalsperre entstand 1902-04 nach Plänen des bekannten Bauingenieurs Otto Intze, der einen Großteil der Talsperren im Bergischen Land und im Sauerland bautechnisch verantwortete.

Die Ennepetalsperre ist als Trinkwassertalsperre nicht für Wassersport freigegeben und im Bereich der 45m hohen Staumauer auch weitläufig eingezäunt. Eine Umwanderung der Talsperre mit durchgängigem Blick aufs Wasser ist nicht möglich. Gerade wegen dieser Einschränkungen erfreut sich die Ennepetalsperre bei Wanderern aber einiger Beliebtheit, da es hier meist recht ruhig zugeht.

So bietet sich eine Wanderung zum nördlich gelegenen Westenberg (341m) an oder nach Westen zur Heilenbecker Talsperre. Nach Süden kann man zum Buschhauser Hammer wandern. Oder man nimmt gleich die längste Tour und wandert auf dem Talsperrenweg von Hagen über die Hasper Talsperre zur Ennepetalsperre und dann weiter durchs Bergische Land und das Siegerland bis nach Biedenkopf in Oberhessen.

Seit 2006 wird an der Ennepetalsperre mit einem Wasserkraftwerk Strom produziert. Die mittlere Jahreserzeugung beträgt 1,4 Millionen Kilowattstunden, was dem Strombedarf von rund 400 Haushalten entspricht. Betreiber der Wasserkraftanlage sind die Lister-Lenne-Kraftwerke in Olpe, eine hundertprozentige Tochter des Ruhrverbandes.

Am Südende der Ennepetalsperre liegt der kleine Ort Osenberg. Da Breckerfeld politisch zum Regionalverband Ruhr gehört, hat man in Osenberg „offiziell“ den südlichsten Teil des Ruhrgebiets erreicht. Bei Osenberg liegt die Stauwurzel der Ennepetalsperre, die als Wasserschutzgebiet ausgewiesen ist.