Heilenbecker Talsperre

Die Heilenbecker Talsperre ist eine der kleineren Talsperren im Bergischen Land. Bei Vollstau nimmt sie eine Fläche von knapp 9ha ein. Die Heilenbecker Talsperre wurde 1894-96 erbaut und gilt damit zusammen mit dem Fuelbecketalsperre bei Lüdenscheid als älteste Talsperre in Südwestfalen. Nur einige Talsperren im Bergischen Städtedreieck Solingen-Remscheid-Wuppertal blicken in Nordrhein-Westfalen auf eine noch längere Geschichte zurück.

Gestaut wird die Heilenbecke, ein 12km langes Flüsschen, das südlich der Heilenbecker Talsperre entspringt und bei Milspe in die Ennepe mündet. Der Unterlauf der Heilenbecke kurz vor Milspe ist als Naturschutzgebiet Heilenbecker Tal ausgewiesen.

Rund um die Heilenbecker Talsperre führt ein Weg, der bei Wanderern und Läufern gleichermaßen beliebt ist. Eine Umrundung schlägt mit ungefähr 2,5km zu Buche. Bis 2006 gab es auch noch eine Gastronomie an der Heilenbecker Talsperre, das Gasthaus brannte allerdings ab und wurde nicht neu aufgebaut.

Ins südwestliche Vorbecken der Heilenbecker Talsperre mündet der nur knapp 2km lange Freebach. Der Bachlauf ist auf 5ha als Naturschutzgebiet Freebach ausgewiesen u.a. mit der Begründung, der „besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit des relativ naturnahen Mittelgebirgsbaches“.

Südlich und östlich der Heilenbecker Talsperre sind noch Überbleibsel der Bergischen Landwehr zu sehen. Die Bergische Landwehr war ein System von Wällen und Gräben, die das Bergische Land (im Süden) gegenüber der Grafschaft Mark (im Norden und Osten) schützen sollte. Die Bergische Landwehr passierte bei der Wohnlage Schifffahrt das Heilenbecke-Tal und führt weiter zur Ennepetalsperre.