Breckerfeld

Der staatlich anerkannte Erholungsort Breckerfeld trägt seit 2012 den offiziellen Beinamen Hansestadt und bezieht sich dabei auf die Bedeutung, die die Stadt im Ennepe-Ruhr-Tal im späten Mittelalter hatte. Breckerfeld war damals ein bedeutender Stahlproduzent. Der Stahl wurde u.a. zu Kurzdolchen verarbeitet, die man als Breckerfelder landauf, landab kannte.

Von dieser Zeit zeugt in Breckerfeld heute noch der historische Stadtkern rund um die evangelische Jakobuskirche mit vielen stattlichen Bürgerhäusern und Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigung, einer Doppelringmauer mit Wehrgraben.

Direkt am Westring steht die katholische Pfarrkirche St. Jakobus. Der barocke Saal wurde 1728 nach einem Stadtbrand errichtet. Die damals evangelische Kirche wurde 1844 von der katholischen Gemeinde übernommen. Die Pietà wurde zum Ende des 17. Jahrhunderts geschnitzt, die geschnitzten Figuren der Apostel Petrus und Paulus sind Arbeiten aus der Zeit um 1700.

Am gegenüberliegenden Ostring befindet sich in einer alten Schmiede das Stadtmuseum Breckerfeld. Im Stadtmuseum werden viele Exponate aus den Bereichen Flachsherstellung und Textilbearbeitung sowie interessante Wechselausstellungen gezeigt.

Verlässt man Breckerfeld nach Süden, kommt man zum Wengeberg (441m), dem höchsten Gipfel der Breckerfelder Hochfläche (und des Ruhrgebiets, wie man hier betont, denn Breckerfeld gehört politisch gesehen zum Regionalverband Ruhr). Der Wengeberg bildet hier die Wasserscheide zwischen Ennepe und Volme. Heute zieren den Gipfel ein Sendemast und ein Restaurant, Früher verlief hier die optische Telegrafenlinie zwischen Berlin und Koblenz und ein Aussichtsturm ermöglichte Wanderern einen weiten Blick. Der optische Telegraf ist nicht mehr, und auch den Aussichtsturm hat das Zeitliche gesegnet.

Regionaler Bezug:

Breckerfeld Ennepe-Ruhr-Kreis Nordrhein-Westfalen Breckerfelder Hochfläche Ennepe-Ruhr-Tal Bergisches Land