Jakobuskirche (Breckerfeld)

Die evangelische Jakobuskirche dominiert das Stadtbild von Breckerfeld im Ennepe-Ruhr-Tal. Die Jakobuskirche wurde ab 1390 erbaut und 1922-23 durch den mächtigen Kirchturm ergänzt. Heute gilt die Jakobuskirche in Breckerfeld als einzige spätgotische Basilika in Westfalen.

Warum die Jakobuskirche zu großzügig ausgelegt ist, hat nicht nur mit der Bedeutung Breckerfelds im Mittelalter als Hansestadt zu tun, sondern auch damit, dass Breckerfeld seit dem Mittelalter von Jakobspilgern auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela angesteuert wurde. Für die Pilger gab es eigens ein Pilgertor im Querhaus, so dass dieser Teil als Pilgerkirche am Jakobsweg genutzt werden konnte.

Der Flügelschnitzaltar der Jakobus-Kirche zählt zu den herausragenden Altären Westfalens. Aufgrund der Ausdruckskraft seiner Figuren, der fein ausgearbeiteten Details und der Balance der Gesamtkomposition gilt er als ein Meisterwerk seiner Zeit. Im Mittelschrein steht die Maria mit dem Kind, flankiert von den Heiligen Jakobus und Christophorus. Auf den beiden Seitenflügeln sind je sechs weibliche Heiligenfiguren dargestellt. Kunsthistorische Vergleiche legen nahe, dass der Breckerfelder Flügelschnitzaltar um 1510 in Lübeck vom so genannten Meister der Rosenkranzaltäre erschaffen wurde.

Die barocke Kanzel aus Eichenholz wurde 1740 von der Gemeinde der lutherischen Kirche in Schwelm angekauft. Das gotische Kruzifix stammt aus dem 14. Jahrhundert. Das moderne Taufbecken und das Evangelienpult, beide in Bronze gegossen, wurden 1979-80 angeschafft.