Durchs Kasbachtal und zur Erpeler Ley (Rundwanderung am Mittelrhein)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑332m  ↓332m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Kasbachtal ist ein beliebtes Ausflugsziel, übrigens nicht nur für Wanderer. Ein Magnet für Tagesausflügler ist auch die Kasbachtalbahn. Die fährt am Wochenende und in der Saison auch Mittwochs und nutzt für die Steilstrecke im Schnittpunkt von Westerwald und Siebengebirge historische Schienenbusse.

Wir nutzen heute aber nicht den Schienenbus, sondern unsere Waden und wandern ein Stück durchs Kasbachtal. Start ist am Bürgerhaus in Kasbach in der Kasbachtalstaße. Wir folgen der Kasbachtalstraße und queren am Ende der Ortsbebauung die Trasse der Kasbachtalbahn.

Jetzt geht es auf naturnahen Pfaden aufwärts. Vorbei an der Alten Brauerei im Kasbachtal folgen wir der Bahnstrecke und dem kleinen Kasbach, der wenig später in den Rhein mündet. Wir wechseln auf unserem Weg mehrmals die Uferseite des Kasbachtals und bleiben rund 3km im Tal.

Dann biegen wir links weg und wandern von Norden her auf die Erpeler Ley zu. Die Erpeler Ley gehört mit der Loreley und dem Drachenfels zu den drei bekanntesten Felsen am Mittelrhein. Schon die Römer bauten hier Steine ab. Seit 1941 steht die Erpeler Ley wegen ihrer seltenen Pflanzen- und Tierwelt unter Naturschutz. Der Panoramablick von der Erpeler Ley reicht vom Siebengebirge und der Stadt Unkel über die Goldene Meile und die Römerstadt Remagen bis zur Mündung der Ahr, nach Linz am Rhein und weit hinein in die Eifel.

Auf der Erpeler Ley gibt es einige Denkmäler. Das bekannteste ist das Holzkreuz, das an die Gefallenen erinnert, die im Kampf um die Brücke von Remagen gefallen sind. Die Turmreste der Brücke von Remagen stehen unterhalb der Erpeler Ley. Über die Brücke von Remagen gelang es den alliierten Truppen erstmals, den Rhein zu überqueren. Die Deutsche Wehrmacht sollte die Brücke eigentlich sprengen, was aber misslang.

Wir wandern über die Erpeler Ley, erfreuen uns an der schönen Sicht und kommen dann über den Rheinhöhenweg wieder zurück nach Kasbach. Wenn man zu Fahrzeiten der Kasbachtalbahn die Tour unternimmt, könnte man jetzt noch einen Ausflug zur Brauerei Steffens machen (zwecks Stärkung) bzw. durchfahren bis Kalenborn.

Bildnachweis: Von Raimond Spekking [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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