Kasbach-Ohlenberg

Der Doppelort Kasbach-Ohlenberg liegt zwischen Erpel und Linz direkt am Rhein. Nordöstlich erhebt sich der Minderberg (424m) und der Meerberg (433m), der mit 448m einstmals höchste Berg der Linzer Höhe, dessen Basaltspitze kontinuierlich abgebaut wird.

Der durch die Gemeinde fließende Kasbach markierte im Mittelalter den Beginn der Grenze zwischen dem im Süden liegenden Engersgau und dem Auelgau rund um Siegburg im Norden. Aus der Gaugrenze wurde später die Grenze zwischen den Erzbistümern Trier und Köln. Bis 1935 war Kasbach geteilt in das zum Amt Linz zählende „Obercasbach“ und das zum Amt Unkel gehörende „Niedercasbach“. Seit 1976 ist Kasbach mit dem Ort Ohlenberg zu einer Gemeinde zusammengeschlossen mit neuem Namen Kasbach-Ohlenberg.

Im alten Ortskern des ehemaligen Bauern- und Winzerdorfes Kasbach sind einige schöne Fachwerkhäuser im rheinischen Stil erhalten, die die ausgereifte Handwerkskunst der damaligen Zeit belegen und heute sorgsam gepflegt werden. Das Ortszentrum dominiert die 1905 erbaute St. Maria Magdalena Kirche.

Die ursprüngliche Kirche zu Ohlenberg stammt aus dem 13. Jahrhundert und wird 1381 in der Taxa Generalis des Erzstifts Trier erwähnt. Aus dieser Zeit stammt noch ein Teil des Chores. Im Inneren der Kirche befinden sich unter anderem ein frühgotisches Triumphkreuz, ein Taufbecken aus dem Jahr 1605, ein Kruzifix aus dem 13. Jahrhundert und eine Skulptur des heiligen Nikolaus von Anfang des 16. Jahrhunderts. Der Kirchturm wurde 1701 bei einer Renovierung an die alte Kirche angebaut. Bei dem Hauptteil der heutigen Pfarrkirche St. Nikolaus handelt es sich um einen Neubau im neuromantischen Stil, der 1903 erstellt wurde.

An Kasbach-Olenberg führen der Rheinsteig und der Rheinhöhenweg vorbei. Örtliche Wanderungen ins schöne Kasbachtal sind ausgeschildert, z.B. zum St. Severinsberg oder dem Meerberg. Von den Höhen hat man einen Ausblick, der bei schönem Wetter bis zum Kölner Dom reicht.