Dillhöhenweg (rechts der Dill)


Erstellt von: Westerwaldverein
Streckenlänge: 53 km
Gehzeit o. Pause: 12 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑1150m  ↓1228m
Symbolische Wegemarkierung für den Dillhöhenweg (rechts der Dill)

Die Westerwald-Variante des Dillhöhenwegs ist mit einem weißen D auf schwarzem Grund gekennzeichnet und über 51km ausgeschildert. Insgesamt ist der westerwaldseitige Weg deutlich kürzer als der linksseitige Dillhöhenweg, denn er lässt das urwüchsige Quellgebiet aus. Hier ist die Dill noch so schmal, dass man zwischen linker und rechter Flussseite mit einem großen Sprung wechseln kann.

Der Dillhöhenweg startet in Haiger mit seinem alten Marktplatz und einigen gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Von hier aus führt die Wanderroute in westlicher Richtung direkt nach Dillenburg mit seinem markanten Wilhelmsturm auf dem Schlossberg und den berühmten Kasematten. Es sollte unbedingt ein Stopp eingeplant werden, denn neben den historischen Gebäuden gibt es in der Villa Grün und im Wilhelmsturm zwei interessante Ausstellungen zu sehen: Das oranien-nassauische Museum und das wirtschaftsgeschichtliche Museum, das sich speziell der industriellen Vergangenheit von Dillenburg widmet. Im 19. Jahrhundert war die Oranierstadt die deutsche Stadt mit der höchsten Gewerbedichte und einer der größten Umschlagbahnhöfe.

Von Dillenburg geht es in südlicher Richtung durch ein Waldgebiet nach Herborn. Die Wegführung in der Stadt ist so gewählt, dass viele Sehenswürdigkeiten direkt am Wegesrand liegen. Dennoch sollte man etwas Zeit mit bringen, denn Herborn verfügt über eine der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Deutschlands. Zeit für einen Kaffee sollte man hier schon mitbringen und die schöne Fachwerk-Kulisse auf sich wirken lassen. Die kleinen Marktplätze, Reste der Stadtmauer und das Ensemble von Herborner Schloss und der evangelischen Stadtkirche bilden einen gelungenen Rahmen für eine Wanderpause.

Von Herborn führt der Dillhöhenweg ins Greifensteiner Land. Der Zielpunkt ist Burg Greifenstein, die wohl bedeutendste Wehranlage im Westerwald mit ihren markanten Doppeltürmen. Eine Besichtigung der sehr gut erhaltenen Burganlage und der eindrucksvollen Doppelkirche ist unbedingt zu empfehlen, zumal der Anstieg zur Burg Greifenstein gerne mit einer Pause belohnt sein möchte.

Gut erholt führt die nächste Etappe durch hohe Wälder weiter in Richtung Wetzlar. Einige Kilometer nach der Burg Greifenstein erreicht man das inmitten des Waldes gelegene ehemalige Jagdschloss Waldidyll Dianaburg. Früher ein beliebtes Wanderziel mit großer Gastronomie ist das Waldidyll Dianaburg heute eher ein ruhiger Rastplatz, der nach wie vor nur per pedes zu erreichen ist und daher meist eine angenehme Stille vermittelt.

Mit einem Abstecher zum Besucherbergwerk Grube Fortuna richten sich die letzten Kilometer des Dillhöhenweges direkt nach Wetzlar an der Lahn. Mit über 50.000 Einwohnern ist Wetzlar eine mittelgroße Stadt mit hohem Serviceangebot, die aber zugleich mit ihrem prächtigem Dom und der hübschen Altstadt-Fußgängerzone Punkte machen kann.

Streckenverlauf

Haiger - Dillenburg - HerbornGreifenstein - Dianaburg - Wetzlar

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