Burg Wildenburg (Hunsrück)

Weinhotel Landsknecht
Weinhotel Landsknecht

Der Wildenburger Kopf (664m) ist ein Berg südlich von Kempfeld im Idarwald und liegt im nordöstlichen Zipfel des 2015 gegründeten Nationalparks Hunsrück-Hochwald.

Das Gebiet rund um den Wildenburger Kopf ist schon seit 1940 als Naturschutzgebiet Wildenburg ausgewiesen. Heute ist die Wildenburg eines der Nationalparktore für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald, dem 16. Nationalpark in Deutschland.

Lange bevor der Wildenburger Kopf Naturschutzgebiet wurde, war er schon Standort eine Burg: der Wildenburg. Bereits rund 450 vor Christus hatten die Kelten auf dem Wildenburger Kopf eine Fliehburg mit doppeltem Ringwall angelegt.

1328 errichtete Wildgraf Friedrich von Kyrburg auf dem Gelände die neue Burg Wildenburg. Nur über eine Holzbrücke konnte man die höchstgelegenste Burg des Hunsrücks betreten. Lothringische Truppen konnte das aber 1651 nicht davon abhalten, die Burg zu brandschatzen. 1660 wurde sie teilweise wieder aufgebaut und diente bis 1792 als Verwaltungssitz des Amtes Wildenburg.

Von der Oberburg konnten sich nur wenige Mauerreste erhalten. Der Aussichtsturm auf der Felsspitze konnte erstmalig 1981 bestiegen werden. Er misst 22m. Vom überdachten Aussichtsrundgang schaut man weit über den Idarwald zum Erbeskopf (816m), dem Donnersberg (687m) in der Pfalz, zum Rotenfels (327m) bei Bad Kreuznach oder zum Schaumberg (568m) bei Tholey im Saarland. Der Turm ist ganzjährig geöffnet und kann kostenlos bestiegen werden.

Die Gebäude der Unterburg mit Torturm, niedrigen Wirtschaftsgebäuden sowie Umfassungsmauern der einstigen Revierförsterei, teils aus Fachwerk und mit Mansarddach, wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts wieder hergestellt. Heute findet sich hier auch eine Burggaststätte. Im Gewölbe des Rittersaals kann man sogar heiraten.

Ein 1,5km langer Geschichtslehrpfad mit dem Titel "Wanderung durch zwei Jahrtausende" bringt dem Wanderer die Geschichte dieses Ortes auf 13 Schautafeln näher. Der Walderlebnispfad misst 3,5km und hat einen Teil als Barfußpfad gestaltet.

Direkt an der Wildenburg beginnt auch das 42ha große Wildfreigehege Wildenburg. Das Wildfreigehege an der Wildenburg kann man entlang eines circa 3km langen Rundwegs erkunden, die zahlreichen Tiere beobachten und zum Teil auch füttern.

Eher nicht zum Kuscheln sind die scheuen Wildkatzen, von denen im Hunsrück rund tausend durch die Wälder streifen sollen. Deutschlandweit geht man von 5.000 Wildkatzen aus. Damit ist der Hunsrück ein Kerngebiet der kleinen Tiger. Das Wildkatzenzentrum an der Wildenburg kümmert sich um die kranken und aufgefundenen Tiere und wildert sie behutsam wieder aus, sobald es ihnen besser geht.

Am Freigehege startet auch der 6,5km lange Wildkatzen-Rundweg, der nutzt Abschnitte des Saar-Hunsrück-Steigs, der hier sein elftes Etappenziel hat. In den natürlichen Baumhöhlen des Waldes hat die ein oder andere Wildkatze ihr Zuhause. Der Rundweg führt auch über einen Felsenpfad mit beeindruckenden Felsformationen, bevor er wieder am Ausgangspunkt ankommt.