Allenbach (Hilchenbach)

Wo das Insbachtal von Süden her ins Ferndorftal mündet, liegt der Hilchenbacher Ortsteil Allenbach. Der Ort selbst ist stark industriell geprägt, vor allem durch das Hammerwerk: den Allenbacher Hammer. Aber das sollte Erholungssuchende oder kulturell Interessierte nicht abschrecken. Denn Allenbach hat auch zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Hilchenbacher Winkels zu bieten.

Neben dem Stift Keppel lockt vor allem die Breitenbachtalsperre Gäste nach Allenbach. Die Breitenbachtalsperre ist mit einer Fläche von knapp 58ha nach der Obernautalsperre bei Netphen die zweitgrößte Talsperre in Siegerland-Wittgenstein. 1956 wurde das Tal des Breitenbachs überflutet. 1980 wurde der Damm noch einmal ausgebaut und auf 42m erhöht.

Trinkwasserversorgung und Hochwasserschutz sind die beiden Hauptaufgaben der Breitenbach-Talsperre, die rund 7,8 Millionen Kubikmeter Wasser speichern kann. Das und noch einiges mehr erfährt man durch die fünf großen Schautafeln, die rund um den Stausee verteilt sind. Sie stehen an dem ca. 5,5km langen asphaltierten Rundweg, der einmal rund um den Breitenbach-Stausee führt. Er bietet immer wieder reizvolle Ausblicke auf das Wasser und ist bei Spaziergängern wie Inline-Skatern gleichermaßen beliebt. Das ehemalige Wärterhaus der Breitenbachtalsperre wurde 2008 saniert und bietet heute eine Einkehrmöglichkeit für hungrige Besucher.

Wandert man von der Breitenbachtalsperre abwärts, kann man einen Spaziergang durch die Ortsmitte von Allenbach machen. Die erste urkundliche Erwähnung Allenbachs stammt aus dem Jahr 1337. Ein großer Ortsbrand sorgte dafür, dass aus dieser Zeit nicht mehr viel zu sehen ist. Er zerstörte 1781 über ein Dutzend Häuser im Zentrum von Allenbach. Die Fachwerkhäuser, die anschließend errichtet und teilweise in jüngerer Zeit liebevoll restauriert wurden, bilden heute den historischen Ortskern.