Wandern im Ruhrgebiet: Die 10 schönsten Wandertouren

Kurzurlaub im Revier: Das Ruhrgebiet ist ein abwechslungsreiches und immer wieder überraschendes Wandergebiet. Viele Touren führen einen heran an die Industriegeschichte, zeigen aber auch – für viele überraschend – immer wieder echte Naturperlen.

Wer das Ruhrgebiet komplett durchwandern will, kann z.B. auf dem Ruhrhöhenweg oder dem Emscher-Park-Weg wandern. Auch der Westfälische Jakobsweg führt durch den Pott und eine Reihe von Fernwanderwege starten im Ruhrgebiet, etwa der Bergische Weg oder der Klompenweg. Noch spannender – speziell für Tagesausflüge – sind aber Rundwandertouren. Das sind die zehn schönten Rundwege zwischen Ruhr und Lippe.

1. Rund um den Baldeneysee

Essen war 2017 die grüne Hauptstadt Europas. Und wie grün es hier tatsächlich ist, das erlebt man auf einer Wanderung auf dem Baldeneysteig. Rund um den größten der sechs Ruhrstauseen geht es u.a. zum Aussichtspunkt Korte-Klippe, ins Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen, zur Hespertalbahn, ans Wildgatter Heissiwald, durch den Kruppwald an der Villa Hügel und zum Jagdhaus Schellenberg.

Rundwanderung Baldeneysteig, 26km, Gehzeit ca. 7 Stunden

2. Über die Halden des Ruhrgebiets

Auf dieser Rundtour wandern wir durch die größte Haldenlandschaft des Ruhrgebiets, passieren einige Naturschutzgebiete und entspannen am malerischen Ewaldsee. Wir sind unterwegs im Landschaftspark Hoheward und genießen Aussichten (z.B. von der Halde Hoppenbruch) und Einsichten (am Besucherzentrum Hoheward).

Rundwanderung über die Halden Hoheward und Hoppenbruch, 16km, Gehzeit: ca. 4 Stunden

3. Durch die Haard – mit tollem Blick vom Feuerwachturm auf dem Rennberg

Die Haard ist eine Hügellandschaft im Norden des Ruhrgebiets und liegt im Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland. Manch einer bezeichnet die Haard auch als die grüne Lunge des Ruhrgebiets. Hier wandern wir ab Flaesheim zum Feuerwachturm auf dem Rennberg (139m), wo man bei klarer Sicht einen herrlichen Blick ins Münsterland und über das Ruhrgebiet hat.

Rundwanderung in der Haard, 11km, Gehzeit ca. 3 Stunden

4. Durch den Schellenberger Wald

Alte Bäume, Rehe, Stechpalmen – und das alles in Essen? Klar, dazu muss man nur in den Schellenberger Wald gehen. Wir starten die Runde im Essener Stadtteil Stadtwald und wandern dann zum Schloss Schellenberg, zum Jagdhaus Schellenberg, zum Schloss Baldeney und zur Klusenkapelle. Und zwischen diesen Zielen tauchen wir immer wieder in den schönen Schellenberger Wald ab.

Rundwanderung Schellenberger Wald, 10km, Gehzeit ca. 2,5 Stunden

5. Über die Kirchheller Heide

Teile der Kirchheller Heide zwischen Bottrop und Dinslaken sind schon seit 1926 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Vom Heidesee aus wandern wir auf dieser Runde ins Elsbachtal und weiter zum Heidhofsee und ins Schwarzbachtal.

Rundwanderung Kirchheller Heide, 12km, Gehzeit ca. 2,5 Stunden

6. Das Grüne Juwel von Bochum

Im Süden des Stadtteils Bochum-Weitmar liegt das 80ha große Weitmarer Holz, das auch gern schon mal als Grünes Juwel betitelt wird. Mittendrin ist ein Wildgehege. Wir wandern zum Malakowturm der Zeche Brockhauser Tiefbau, kommen zum Kap Kaminski und spazieren durch den Rauendahler Wald.

Rundwanderung durchs Weitmarer Holz, 8km, Gehzeit ca. 2 Stunden

7. Ins Oelbachtal und zu den Harpener Teichen

Zugegeben: Die Autobahn A 40 (Ruhrschnellweg) stört ein wenig, aber ansonsten ist es eine schöne Naturrunde, die uns durchs Dortmunder Naturschutzgebiet Oelbachtal und zu den Harpener Teichen im Norden von Bochum führt.

Rundwanderung zu den Harpener Teichen, 11km, Gehzeit: ca. 2,5 Stunden

8. Unterwegs in den Braucker Alpen

Halden-Hopping in Gladbeck: Das erwartet uns auf dieser Runde. Wir starten in Karnap und gehen zunächst ins Karnaper Wäldchen und dann in die Braucker Alpen, eine umgestaltete Haldenlandschaft, die ein bisschen an erloschene Vulkane erinnert.

Rundwanderung in den Braucker Alpen, 10km, Gehzeit ca. 2,5 Stunden

9. UNESCO-Weltkulturerbe im Ruhrgebiet: Auf zur Zeche Zollverein

Wer Ruhrgebietsflair in Reinkultur schnuppern will, muss zur Zeche Zollverein, die 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Wir wandern ab Altenessen, kommen durch den Helenenpark und zum Aussichtspunkt am Hallo, und dann stehen wir auf dem Gelände der Zeche Zollverein, wo noch bis 1986 Steinkohle gefördert wurde.

Rundwanderung zur Zeche Zollverein, 11km, Gehzeit ca. 2,5 Stunden

10. Zur Keimzelle des Ruhrbergbaus oder: Drei Türme für ein Halleluja

Witten gilt als Keimzelle des Bergbaus im Ruhrgebiet. Bereits um das Jahr 1000 sollen hier erste Steinkohlegrabungen an der Ruhr stattgefunden haben. Die Wanderung leitet uns durchs Naherholungsgebiet Hohenstein, zum Berger-Denkmal, zum Wasserturm Kermelberg und zum Helenenturm.

Rundwanderung Drei-Türme-Weg, 14km, Gehzeit ca. 3,5 Stunden

Bildnachweis: Von Wikimedia Commons [Public Domain]

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