Runde durchs Weitmarer Holz (Bochum)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑206m  ↓206m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Süden des Stadtteils Bochum-Weitmar liegt das 80ha große Weitmarer Holz, das auch gern schon mal als Grünes Juwel betitelt wird. Mittendrin ist ein Wildgehege. Das Weitmarer Holz mit zahlreichen Eichen und Buchen erzählt seine umspannenden Geschichten von den Tiefen des Bergbaus bis zu dem Blick in die Sterne.

Das Areal ist von Bergbautätigkeit gezeichnet, man sollte auf den Wegen bleiben. Eine Übersichtstafel erzählt vom Artenreichtum. Und wer sich fragt, was die Einheimischen Kap Kaminski nennen, schaut durch die Baumwipfel, bis er die Kuppel der Sternwarte Bochum sieht, Heinz Kaminski hieß deren Gründer. Vom Weitmarer Holz gehen wir auch noch in den Rauendahler Wald südlich.

Wäre die Runde eine tropfende Uhr von Dalí, starteten wir auf etwa 12, gingen mit dem Zeiger durch den Rauendahler Wald zwischen 5 und 7 Uhr, die Sternwarte wäre auf 8 und das Wildgehege kurz vor 12. Rauendahl gehört schon zu Hattingen. Durch das Auf und Ab zwischen den rund 90 und 180m wird es ebenfalls nicht langweilig.

Nahe des Städtischen Friedhofs Weitmar an der Blankensteiner Straße starten wir auf einem Parkplatz. Von dort aus geht es direkt hinein ins Weitmarer Holz. Ein kleiner Abstecher würde uns zu einem Findling führen, der an Schweinehirt Jörgen erinnert, der hier die Steinkohle entdeckt haben soll.

Uns zieht es weiter zum Malakowturm. Das ist der einzige Förderturm aus Ruhrsandstein im Ruhrgebiet. Malakow (auch Malakoff oder Malakov) bezeichnet eine typische Bauweise, die einer Festung in Russland ähnelt. Dieser hier gehörte zur Zeche Brockhauser Tiefbau und liegt am Bliesstollen. Gut, dass der Turm mit den Rundbogenfenstern wieder ein Dach hat!

Wir folgen ein Stück dem Straßenverlauf. An der Kreuzung Krockhausstraße/Blankensteiner Straße, biegen wir nach rechts in den Rauendahler Wald ein, umrunden ein Wohngebiet und sind in südwestlicher Richtung unterwegs. Wir nähern uns einem Wasserschutzgebiet und sind dem Ruhrverlauf nahe. Nach ca. 4,7km sind wir an der tiefsten Stelle.

Es geht dann hinauf, in nordöstliche Richtung und zur Sternwarte Bochum, die 1946 als Volkssternwarte gegründet wurde. Man sieht das Radom mit seiner großen Kuppel, die Gebäude und eine Antenne. IUZ ist das offizielle Kürzel: Institut für Umwelt- und Zukunftsforschung. Eine Dauerausstellung dreht sich um Raumfahrtgeschichte, als die Welt noch einen eisernen Vorhang hatte.

Der Rückweg führt uns an Wiesen, auch Ackerflächen vorbei, an Waldrand und zum Forsthaus, einem beliebten Restaurant mit Biergarten im Weitmarer Holz. Dann treffen wir kurz auf das Wildgehege, das wir in einem Bogen umrunden und sind am Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Simplicius [GFDL] via Wikimedia Commons

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