Rundwanderung durchs Weitmarer Holz und zum Schlosspark Haus Weitmar


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 34 Min.
Höhenmeter ca. ↑256m  ↓256m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Als grünes Juwel beschreibt die Lokalpresse gern das Weitmarer Holz, jene rund 80ha große Fläche, die zur Naherholung in Bochums Süden einlädt. Eichen, Buchen Wanderwege, Wildgehege – alles da, was vergessen lässt, dass man in einer einstigen Kohlemetropole unterwegs ist.

Das Weitmarer Holz war ganz früher größer, wurde genossenschaftlich genutzt, es gab einen Holzrichter und der war im Haus Weitmar, einem alten Adelssitz, dessen Ruinen mit einem Kubus ausgebaut wurden. Im Schlosspark finden sich Kunst, Kultur, Kapelle!

Wer von Bochum nach Hattingen will, kommt durch Weitmar, das von der Hattinger Straße durchquert wird. Wir beginnen die Runde in Weitmar-Mitte, nahe der evangelischen Matthäuskirche. Wir gehen mit der Uhr gen Süden, zur katholischen St. Franziskus Kirche (1885), dahinter ist der Friedhof St. Franziskus.

Wir gehen durch die Franziskusstraße in die Wasserstraße, folgen ein Stück der Hattinger Straße, kommen am Busdepot vorbei und gehen durch ein Wohngebiet ins Weitmarer Holz, entlang der Blankensteiner Straße. Das Ganze hat jetzt lediglich rund 2km in Anspruch genommen. 

Nach etwa 2,5km sind wir bei 180m im Wald auf der höchsten Stelle der Wanderrunde. Und auf den nächsten 400m verlieren wir davon wieder 60m. Wir kommen nach dem Spielplatz am Findling Jörgenstein vorbei. Schweinehirt Jörgen fand per Zufall der Legende nach hier Steinkohle, da ein Feuer, welches er abends entfachte, am Morgen noch wärmte. Nach knapp 3km sind wir in der Nähe vom Malakowturm der Zeche Brockhauser Tiefbau, zu der wir einen Abstecher am Waldhaus vorbei machen könnten.

Durch die Weitmarer Holz Straße kommen wir zur kleinen Dorfkirche Zum guten Hirten in Sundern. Von dort aus geht es durch den Rauendahler Wald, in einem Bogen zur Sternwarte IUZ Bochum, mit der auffälligen Kuppel, die Kap Kaminski genannt wird. Am Forsthaus vorbei sind wir erneut im Weitmarer Holz und können je nach Witterung bereits die Wildschweine im Wildgehege riechen. Wir stecken auch nie die Finger durch Zäune! Wildschweine machen keinen Unterschied zwischen Kastanien und Daumen.

Nächstes Ziel ist der Schlosspark mit dem Haus Weitmar. An Friedhöfen vorbei kommen wir in den hübschen Park mit knorrigen alten Bäumen.  Im Park ist auch die Ruine der Sylvesterkapelle, die erstmalig 1397 urkundlich erwähnt wurde. Sie war die Hauskapelle der Herren von Haus Weitmar. Von dem Herrenhaus steht nur noch ein bisschen Mauerwerk. Dahinter liegt ein neuer Kubus mit zeitgenössischer Kunst. Eine interessante Symbiose. Haus Weitmar geht auf eine Hofstelle zurück, die bereits im 8./9.Jh. bestanden haben soll.

Jetzt erwartet die Besucher weniger Adel alsdann die Situation Kunst (für Max Imdahl). Neben dem Kubus entstand das MUT = Museum unter Tage, auch angefüllt Kunst, neben Wechselausstellungen ist dort Landschaftskunst seit dem 15. Jahrhundert zu sehen. Auch die „galerie m“ ist hier. Die Situation Kunst gehört zu den Kunstsammlungen der Ruhruniversität Bochum.

Bildnachweis: Von Manfred Kopoka [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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