In die Braucker Alpen: Halden-Hopping Gladbeck


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Länge: 10.06km
Gehzeit: 02:22h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Es wird kein Tanz auf dem künstlichen Vulkan, sondern eine aussichtsreiche Haldenhopping-Tour von Karnap zu den Braucker Alpen und zum aufgeschütteten Vulkan der Mottbruchhalde in Beritt von Gladbeck-Brauck.

In den 1990er Jahren wurde im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscherpark zum Thema Halden im Wandel der Beschluss gefasst, dass die einstige Abraumhalde der Zeche Moltke III/IV zu einer Vulkanlandschaft werden solle. Das Ergebnis brachte den Halden im Gladbecker Süden den Namen Braucker Alpen ein. Immerhin kommen die Schütthügel auf 117m. Wir werden einmal rundgehen, bei circa 35m, denn die Halde ist vom Bergamt noch nicht freigegeben – man arbeitet noch dran.

Start ist in Karnap, am Parkplatz an der Ruhrglasstraße. Wir biegen in den Weg Gemperwiese ein und gehen gen Norden. Die ersten rund 1,1km werden auch unsere letzten sein. Zwischen dem Carnaperhof und dem Areal „ehemalige Schlammbecken“ gehen wir mit dem Lauf der Boye ins Karnaper Wäldchen, wo sich die Runde öffnet und wir uns rechts halten.

Es geht bergauf und zwar zur Halde 19, einer der ersten in Gladbeck zugänglich gemachten Halden. Sie erhebt sich rund 28m über der Umgebung. Die Aussichten enden im Busch- und Baumwerk. Als Kunstwerk ist eine Seilscheibe zu sehen.

In der Kaskadenkette der Braucker Alpenlandschaft steht als nächstes die Halde 22 auf dem Plan. Sie ist höher als Halde 19, nämlich rund 8m. Über ihre zwei Gipfel führen Wege und man hat Aussichten, zum Beispiel bis zum Tetraeder von Bottrop oder über den Nordsternpark, ebenso auf die Vulkanlandschaft der Mottbruchhalde, die zur höchsten der Region anwachsen wird.

Derzeit zeigt sie sich mit zwei Kuppen. Im Auge des Vulkans entstehen Gewässer, wir gehen an der östlichen Flanke des Vulkans vorbei zur Halde im Brauck Graf Moltke 2, die wir nach etwas über 5km Wanderung erreichen. Sie hat auch zwei Schütthügel, ist bewachsen, zumeist mit schlanken Birken, mal mehr mal weniger hoch, und es führen Wege durch das Gelände.

Die Nachbarhalde Graf Moltke 1 ist nicht zugänglich. Wir gehen durch das Feuchtgebiet Natroper Feld um die Mottbruchhalde herum und durch das Karnaper Wäldchen zurück zum Ausgangsort und sind gespannt darauf, wie die Stadt Gladbeck ihr Riesenkunstwerk in Szene setzen wird. Vorschläge gibt es, von Wasserfontänen tags und glutroter Lichtinstallation nachts.

Bildnachweis: Von Frank Vincentz [GFDL] via Wikimedia Commons

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ivw