Wandern im Harz: Das sind die 10 schönsten Rundwanderwege

Wer als Berliner, Hamburger, Hannoveraner oder sonstiger Norddeutscher mal auf die Schnelle Berge sehen will, der muss in den Harz fahren. Hier ist’s zwar nicht so hoch, wie in den Alpen, aber fast genauso spektakulär. Steile Felsen, tiefe Täler, markante Klippen, tolle Aussichten. Das gibt’s im Harz zuhauf.

Wer im Harz wandern will (und das muss man, wenn man die Natur sehen will, denn vieles ist für Autos unerreichbar, Stichwort: Nationalpark Harz), findet ein fein gegliedertes Wegenetz mit namhaften Wegen wie dem Harz Hexenstieg oder dem Baudensteig. Doch für einen Tagesausflug oder einen Kurzurlaub sind Rundwandertouren besser geeignet. Die 10 schönsten Rundwanderung stellen wir hier vor.

1. Der sagenhafte Blocksberg: Große Brocken-Rundwanderung

Der Brocken (1.141m) ist der höchste und bekannteste und wildeste Berg im Harz. Das Wetter ist extrem launisch, die Natur tatsächlich ziemlich unberührt (erst Grenzgebiet, dann Nationalpark). Diese große Tageswanderung ist nichts für Wanderanfänger, aber wer ein bisschen in Übung ist, wird die Tour lieben.

Rundwanderung zum Brocken, 22km, Gehzeit ca. 5,5 Stunden

2. UNESCO-Welterbe und die schönste Alm in Norddeutschland

Die Altstadt von Goslar ist als Gesamtensemble Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das muss man mal gesehen haben. Besonders spannend wird es in Verbindung mit einer Wanderung zur Granetalsperre und zur Steinbergalm, wo tatsächlich fast alpines Hüttenfeeling herrscht – und eine deftige Küche die verwanderten Kalorien wieder ersetzt.

Rundwanderung von Goslar zur Steinbergalm, 12km, Gehzeit: ca. 3 Stunden

3. UNESCO-Welterbe, Teil 2: das Oberharzer Wasserregal

Clausthal-Zellerfeld ist bekannt als Bergstadt. Hier finden sich wichtige Teile des sogenannten Oberharzer Wasserregals: Einer ausgefeilten Wasserwirtschaftstechnik, die aus zig Teichen und Gräben bestand und damit schon im 16. Jahrhundert Tiefbau ermöglichte. Diese Rundwanderung führt uns zu einer Reihe der über hundert Oberharzer Teiche. So erlebt man Wirtschaftsgeschichte hautnah.

Rundwanderung durchs Oberharzer Wasserregal, 15km, Gehzeit ca. 3,5 Stunden

4. Markante Felsformationen entlang der Harzer Teufelsmauer

Bei Blankenburg zieht sich über 20 Kilometer die markante Felsformation der Teufelsmauer, ein nationales Geotop. Ein Stück davon erkunden wir auf dieser Rundwanderung und kommen dabei u.a. zum Großvaterfelsen, dem Teufelssessel, dem Hamburger Wappen und der Gewittergrotte.

Rundwanderung an der Teufelsmauer, 8km, Gehzeit ca. 2 Stunden

5. Der Harz ist Luchsrevier: Und wir können uns einige davon anschauen

Seit dem Jahr 2000 wurden im Harz wieder einige Luchse angesiedelt. Mittlerweile sollen hundert Luchse in der Harzer Wildnis heimisch sein. Die kriegt man freilich meist nicht zu sehen. Deshalb wurde bei Bad Harzburg ein Schaugehege eingerichtet. Das steuern wir auf dieser Wanderung an, ebenso wie das Kreuz des Deutschen Ostens, die Rabenklippe, die Ettersklippen und das Eckertal.

Rundwanderung Luchstour im Nationalpark Harz, 16km, Gehzeit ca. 5 Stunden

6. Der höchste Berg Niedersachsens und das Bodetal

Nach dem Brocken (der liegt in Sachsen-Anhalt) ist der zweithöchste Berg im Harz der Wurmberg (971m). Der erhebt sich in Niedersachsen und höher wird Niedersachsen nirgends. Wir wandern in einem schönen Auf und Ab ab Braunlage zum Wurmberg, vorbei an zwei kleinen Wasserfällen im Bodetal und kommen später an der Verlobungswiese und dem Hexenritt vorbei.

Rundwanderung Wurmberg-Gipfeltour, 12km, Gehzeit ca. 3,5 Stunden

7. Torfhausmoor, der Bodebruch und die Achtermannshöhe

Zugegeben, die Überschrift ist nur für Harz-Kenner verständlich. Aber selbst wenn man mit Torfhausmoor, Bodebruch und Achtermannshöhe nichts anfangen kann: Wir sind in einer der schönsten Ecken des Nationalparks Harz unterwegs, mit abwechslungsreicher Natur, vielen Aussichten zum Brocken und einem Abstecher zum Oderteich.

Rundwanderung zum Torfhausmoor und über die Achtermannshöhe, 14km, Gehzeit: ca. 3,5 Stunden

8. Unterwegs im sagenhaften Harz: Der Hexentanzplatz im Bodetal

Man muss nicht immer lange wandern, um bleibende Eindrücke zu sammeln. Das Bodetal bei Thale ist eine dieser Ecken, wo man äußerst schnell feststellt: Deutschland ist wunderschön. Wir wandern von Thale aus hinauf auf den (touristisch stark erschlossenen) Hexentanzplatz, genießen die Einblicke in tief eingeschnittene Bodetal und wandern über die La Viershöhe (478m) hinein ins Bodetal und zurück nach Thale.

Rundwanderung zum Hexentanzplatz im Bodetal, 8km, Gehzeit ca. 3 Stunden

9. Von Schierke aus die Harzer Klippen erkunden

Wir rücken Klippen zu Leibe oder steigen ihnen auf den Kopf. Trudenstein, Bärenklippe, Leistenklippe, Feuersteinklippe, Ahrentsklint, dazu viel Wald und Naturlandschaft im Nationalpark Harz: Das alles bietet die Runde, die an der Tourist-Information Schierke startet.

Rundwanderung Oberharzer Klippenweg, 11km, Gehzeit ca. 3 Stunden

10. Die längste Hängeseilbrücke, die höchste Staumauer plus Tropfsteinhöhlen

Wer’s mal richtig krachen lassen will, fährt zur Rappbodetalsperre mit ihrer 106m hohen Stauermauer. Hier gibt’s seit 2017 die längste Hängeseilbrücke in Deutschland (kostenpflichtig!) und noch ein bisschen mehr Zauber. Bevor wir das in Angriff nehmen, wandern wir aber durch die wunderschöne Natur, kommen u.a. zum Aussichtspavillon Hoher Kleef, zu den Rüberländer Tropfsteinhöhlen und durch ziemlich viel stillen Wald.

Rundwanderung an der Rappbodetalsperre, 18km, Gehzeit ca. 5 Stunden

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