Oberharzer Klippenweg


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑309m  ↓309m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Nomen est omen – dieser Weg im Harz hält was er verspricht. Von 600m geht es bis auf 888m hinauf, wir rücken Klippen zu Leibe oder steigen ihnen auf den Kopf. Trudenstein, Bären-, Leisten-, Grenz- und Feuersteinklippe, Ahrentsklint, dazu viel Wald und Naturlandschaft im Nationalpark Harz: Das alles bietet die Runde, die an der Tourist-Information Schierke startet.

Wir gehen durch die Brockenstraße, rechts liegt der kleine Kurpark, links ist das schmucke Rathaus und wir sehen ein Denkmal zur Grenzöffnung. Es geht durch die Hagenstraße am Friedhof vorbei, dahinter links in die Bahnhofstraße und schon sind wir in der Natur und kommen zum Bahnhof Schierke und zur Brockenbahn, Teil der Harzer Schmalspurbahnen mit einem 140km langen dampfbetriebenen Streckennetz.

Etwa 70m Anstieg haben wir schon und gehen gegen den Uhrzeiger zum Trudenstein. Wir überqueren zunächst den Bahnparallelweg, halten uns in Richtung Nordosten und kommen an dem Bach Wormke zur Schutzhütte am Wegekreuz Spinne. Entlang dem Glashüttenweg kommen wir zum Trudenstein mit Aussichtsmöglichkeit. Eine Trute ist eine Hexe oder Zauberin. Die zaubert einem womöglich einen Stempel für die Harzer Wandernadel ins Papier.

Hoch motiviert geht es weiter hoch hinauf. Vom Glashüttenweg biegen wir nach links ab und gehen auf den Hohnekamm, der bis zu 900m hoch ist. Wir kommen zu den Hohneklippen, allesamt einst hochnäsige Jungfrauen und wir sehen, was sie davon gehabt haben. Sie erhielten die Namen Bärenklippe, Leistenklippe (901m) und Grenzklippe (886m) – an denen wir vorbei kommen. Zur Leistenklippe machen wir einen Abstecher, da sie nicht direkt am Weg liegt. Man nutzt eine Leiter zum Erklimmen und kann sich noch einen Stempel holen.

Die Hohneklippen zählen zu den charakterstärksten Felsformationen und bilden den Hochharz-Ostrand. Jetzt haben wir die höchsten Punkte erreicht und gehen zumeist wieder hinab. Nach der Grenzklippe halten wir uns zwei Mal links und kommen auf den Forstmeister-Sietz-Weg und dann rechts auf den Glashüttenweg entlang der Wormke.

Wir erfahren am Wegesrand etwas über eine einstige Glashütte, die den Glassand über den Glashüttenweg herankarrte, den Torf aus dem einstigen Moor verheizte und nur 19 Jahre nach der Gründung 1843 wegen Brennstoffmangel wieder geschlossen wurde.

Die Wanderung führt uns über die Wormke durch den Jakobsbruch zum Ahrentsklint (822m) mit Stempelstelle. Auf die Granitklippe führen Eisenleitern. Nach dem Abstecher geht es über einen Pfad und Wurzelwerk bergab. Wir folgen dann der Ausschilderung zur Feuersteinklippe nach links. Dabei kommen wir am Gebiet der Kühle Quelle vorbei.

Wir halten uns später rechts und gehen auf den Großen Feuerstein zu, der hat seinen Namen wegen der rötlichen Farbe und hat es auf die Flasche des Kräuterlikörs „Schierker Feuerstein“ (35% Vol.) geschafft. Vom Wahrzeichen der Feuersteinklippe aus rückt der Bahnhof Schierke schon ins Blickfeld und wir sind kurz vor Ende der Runde. Wir nehmen jetzt nicht die Bahnhofstraße für den Rückweg, sondern überqueren sie und gehen über den Ottoweg und durch den Wald bis zum Friedhof und gehen dann durch die Hagenstraße in die Brockenstraße zum Ausgangspunkt.

Bildnachweis: Von FrankBothe [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

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