Rundwanderung von Schierke über die Hohneklippen zur Ahrentsklint


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 50 Min.
Höhenmeter ca. ↑616m  ↓616m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Runde sind eigentlich zwei. Zwei Harzschleifen im östlichen Teil des Nationalparks Harz, die die Naturschönheiten zusammenbinden. Wald, Fels und Aussicht satt. Apropos satt: wen wandern durstig und hungrig macht: Rucksack packen! Oder darben, denn wir haben lediglich an Start und Ziel in Schierke Gastronomie.

Was es an den zahlreichen Klippen der Runde auch satt geben kann: Stempel fürs Harzer Wandernadel-Heft. Wir starten am Bahnhof Schierke. Schierke, das frühere St. Moritz des Nordens, wurde 1889 an die Brockenbahn angeschlossen, die 140km lange Harzer Schmalspurbahn unter Dampf.

Es geht aufwärts, über einen Teil vom Schierker Skihang und hinauf zum Erdbeerkopf (848m). Alsdann gen Osten zum Kreuzungspunkt Spinne, mit Wormsgraben und Wormke und wo unser Weg mit dem Ackerweg und dem Glashüttenweg zusammentrifft.

Nach links biegen wir in den Glashüttenweg ein. Über den Glashüttenweg wurde einst Sand für die Glashütten transportiert. Die Hütte wurde mit Torf aus dem nahegelegenen Moor auf Temperatur gebracht. Die frühere Glashütte wurde lediglich 19 Jahre betrieben und 1843 wieder geschlossen, da das Brennmaterial ausgegangen war.

Auf den Glashüttenweg an der Wormke werden wir auf dem Rückweg nochmal stoßen, da wir nun nach rechts in den Forstmeister-Sietz-Weg einbiegen, ihm bis zur nächsten Kreuzung folgen und uns nochmal rechts halten. Es geht bergauf und dann nochmals rechts. Wenn man so will, werden uns etliche Steine in den Weg gelegt, die uns an Grenzen und zu Leistungen bringen. Wir kommen an der Grenzklippe vorbei zur Leistenklippe (901m), über eine Leiter zu erreichen, mit der 15. Stempelstelle der Harzer Wandernadel.

Auch die folgenden Klippen gehören zum Hohnekamm: Hohnekopf, Bärenklippe und der Trudenstein unterhalb des Hohnekamms. Truden sind übrigens Hexen. Die beeindrucken im Harz ja mehrfach und drücken uns hier einen Stempel ins Wanderheft. Die Aussicht genießt, wer die Leiter hochkommt. Wir sind beim alten Bekannten, dem Glashüttenweg, dem wir ein Stück folgen um dann auf den Oberen Hohnekammhangweg einzubiegen. Wir passieren einen alten Skihang und denken nochmal an St. Moritz.

Beerenstieg und der Arnoldsweg führen zur Dreikäseklippe. Übrigens auch eine von Bedeutung in der Sagenwelt rund um die Hohneklippe mit den versteinerten Jungfrauen und dem tödlich Verunglücktem, der sie erlösen wollte.

Es ist eben doch kein Ende wie im Märchen. Wir sind auf dem Weg zur Arnoldsklippe und biegen dann nach links auf den Treppenstieg. Es geht treppauf zur Landmannsklippe (805m), zu der wir einen Abstecher machen müssten. Da droben gibt es gar ein Gipfelbuch. Den Brockenblick muss man sich allerdings erklimmen.

An der Höllenklippe vorbei kommen wir auf den Verbindungsweg zwischen unseren beiden Harzschleifen. Wenn wir wieder auf den Glashüttenweg und die Wormke stoßen, halten wir und jetzt rechts und zum Teich im Jakobsbruch. Da überlegen wir uns dann eine eigene Sage, die mit Prinz Muskel und seinem Kater zu tun hat. Bis zum Areal der Försterhütte bleiben wir „Glashütter“, bevor wir auf den Pfarrstieg einschwenken, um zur Ahrensklint (822m) zu kommen, mit Leiter, Aussicht, Wollsackverwitterung und Stempel für den Fleiß.

Der Pfarrstieg geleitet uns zur Schmalspurstrecke, die wir überqueren und auf dem Neuer Weg nach Schierke kommen. Bevor wir dann über den Ottoweg zum Bahnhof gehen, machen wir Kaffeepause im Kurpark und Steingarten Schierke.

Bildnachweis: Von Doris Antony, Berlin [GFDL] via Wikimedia Commons

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