Rundwanderung durchs Oberharzer Wasserregal (UNESCO-Weltkulturerbe)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑324m  ↓324m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Oberharzer Wasserwirtschaft ist so etwas Besonderes, dass das ganze System der Wasserwege mit Kanälen, Teichen, Stauseen und ihrer Nutzung von der UNESCO zum Weltkulturerbe erkoren wurde.

Unsere Teichewanderung führt über 15km an einigen dieser besonderen Menschenwerke vorbei, die dazu dienten, im Harz den Bergbau voranzubringen. Die Runde liegt südöstlich von Clausthal-Zellerfeld, wo einige der Gruben mit Wasser zu versorgen waren. In den Harzgruben wurde Silber, Kupfer, Blei und Eisen abgebaut. Die Idee mit den Wasserleitungen hatten Zisterziensermönche. Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert wurde gebuddelt, umgeleitet und gestaut. Der geschichtliche Erhalt, Tourismus, Hochwasserschutz und zum Teil Trinkwassergewinnung machen den heutigen Nutzen aus.

Wir starten auf dem Parkplatz an der Pixhaier Mühle südlich von Clausthal-Zellerfeld und nördlich von Buntenbock. Rund 10 Teiche werden wir besuchen, die sich im Uhrzeigersinn des Weges aufreihen. Wir überqueren den Flambacher Mühlengraben und kommen als erstes zum Schwarzenbacher Teich aus dem Jahr 1606 nahe einem Reha-Zentrum.

Wir gehen über den Damm, um einen Blick zum Pixhaier Teich zu werfen – ihn tangieren wir lediglich, denn die Wanderung führt uns zum Naturhof Mühlenberg am Fuße des Mühlenbergs (601m). Am östlichen Ufer des Pixhaier Teichs, der auch über eine Slipanlage verfügt, darf im Sommer gebadet werden und es gibt einen Campingplatz.

Nach dem Biobauernhof biegen wir nach rechts ab, gehen durch Wald und Wiesen und überqueren den Prinz Walliser Wasserlauf, biegen links in die Straße „An den langen Brücken“ und sehen auf der anderen Seite den Nassenwieser Teich, wo die Innerste aufgestaut ist. Am Innerstesprung mit dem davorliegenden Entensumpf werden wir später auch noch vorbeikommen.,

Auf der Teichewanderung überqueren wir die Harzhochstraße (B242) und kommen zum Hirschler Teich, über dessen Damm wir gehen. Der Hirschler Teich ist der größte und am höchsten gelegene hier und von daher der für seine Aufgabe bedeutendste Bergbauteich.

An den Hirschler Teich reihen sich in Richtung Clausthal-Zellerfeld die weiteren Teiche: Oberer-, Mittlerer und Unterer Pfauenteich. Zum Damm zwischen dem oberen und mittleren führt uns die Wanderung auch. Von dort aus geht es zum Jägersbleeker Teich, dessen Wasserspiegel nur rund 2m unter dem vom Hirschler Teich liegt. Er bekam sein Wasser vorwiegend aus dem Dammgraben.

Wir folgen dem Tränkegraben in Richtung Polsterberger Hubhaus und erhalten eine Ahnung davon, wie das Wasser in die hohen Teiche gelangte. Es wurde 18m hoch gehoben. Am Hubhaus kann man auch eine Rast einlegen. Über die Straße Polsterberg kommen wir erneut zur B242, die wir überqueren um in den Huttalweg einzubiegen. An dem liegt der Damm des Huttaler Grabens, den wir überqueren.

Wir folgen dem Huttaler Graben zur Huttaler Widerwaage. Das historische Bauwerk ist in der Lage den Wasserzu- und Abfluss zum Hirschler Teich zu steuern und wurde in den 1760er Jahren gebaut. Der Weg führt anschließend in nordwestliche Richtung zum Entensumpf am Innerstesprung. Wir gehen über den Damm in den Weg Kehrzug.

Nun kommen wir zum Teichetrio, welches von der Innerste gespeist wird: Bärenbrucher Teich, Ziegenberger Teich und Sumpfteich. Der liegt direkt in Nachbarschaft zu Buntenbock. Rechts der Teich, links die Ortsbebauung. Schon bald sind wir am Ausgangsort und haben einen Rundumeinblick in das Oberharzer Wasserregal genossen.

Bildnachweis: Von MSeses [GFDL], via Wikimedia Commons

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