Luchstour durch den Nationalpark Harz (Bad Harzburg)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 5 Stunden 2 Min.
Höchster Punkt: 580 m
Tiefster Punkt: 305 m
Wegmarkierung Luchstour Bad Harzburg Nationalpark Harz

Das Sole-Heilbad Bad Harzburg am Nordrand des Harzes gehört zum Landkreis Goslar. Die abwechslungsreiche Wanderrunde mit dem Luchssymbol hat einige Highlights zu bieten. Man könnte das erste Stück der Wanderung schweben, nämlich in einer Kabine der Burgbergseilbahn, die 1929 in Betrieb genommen wurde.

Von Bad Harzburg auf rund 261m führt die Luchstour auf den Großen Burgberg (485m). Weitere schöne Ziele der Runde sind die Rabenklippen, das Luchsgehege, wir wandern durch das Eckertal und kommen an den Ettersklippen vorbei. Die Luchstour ist als Premiumweg ausgezeichnet. Wenn man zum Schluss noch den Baumwipfelpfad besuchen möchte, sollte man sich im Kurpark das Ticket kaufen und früh genug zurück sein (Öffnungszeiten!).

Wir starten südlich von Bad Harzburg im Kurpark am Haus der Natur. Darin ist eine Dauerausstellung zum Harzwald und Deutschlands größtes Formicarium mit 100.000 Kahlrückigen Waldameisen. Wir machen es den Krabblern gleich und nehmen nicht die Seilbahn, sondern gehen im Uhrzeigersinn über die Brücke der B4 auf dem Herzogweg zum Antoniusplatz auf dem Burgberg.

Auf dem Burgberg sehen wir die Überbleibsel der Harzburg aus der Zeit um 1065. Ein Turm wurde in den Grundmauern nachgebaut. Man hat Aussichten vom Brockenblick oder von der Canossasäule mit Bismarck-Portrait. Am Obelisk steht: „Nach Canossa gehen wir nicht. Reichstagssitzung 14. Mai 1872“. Die 19m hohe Säule wurde 1877 fertig. Bis nach Canossa in Italien wären es rund 1.150km mit dem Auto.

Zurück am Antoniusplatz halten wir uns stattdessen in östliche Richtung, kurz drauf in südliche und dann kommen wir zur Kreuzung an der Säperstelle (Stempel für die Wandernadel) und der Sachsenquelle, halten uns links, überqueren den Stübchenbach und kommen zum Kreuz des Deutschen Ostens, wo wir die Aussicht genießen können. Das etwa 18m hohe Kreuz auf 555m an den Uhlenklippen ist eine Gedenkstätte an die Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg und hier ist auch eine Stempelstelle.

Nach einem weiteren Stück des Weges biegen wir rechts in den Firstweg ein, der uns zum Luchsgehege Bad Harzburg und zur Rabenklippe (555m) mit Waldgaststätte bringt. An den Rabenklippen haben nicht nur die Luchse eine schöne Sicht über das Eckertal und auf den Brocken. Der Eintritt zum Luchsgehege ist übrigens frei und die Luchse heißen Alice, Ellen, Pamina, Paul und Tamino.

Die Wanderung führt in einem Bogen um die Hausmannsklippe Kleiner Turm und dann an der Ecker entlang durch das Eckertal. Hier war einst die deutsch-deutsche Grenze. Rund ein Drittel der Strecke wandern wir an ihr entlang. Dann geht es in einer Spitzkehre in den Braunschweiger Weg hinauf zum Molkenhaus mit Gastronomie, Spielplatz und Waldschaukel am Hasselteich.

Wir biegen in den Ettersklippenweg ein, kommen zu den Ettersklippen, gehen den Winterberger Hangweg, kommen am Hochseilgarten vorbei, biegen nach links ein und gönnen uns zum Abschluss den Baumwipfelpfad mit 18 Aussichtsplattformen.

Bildnachweis: Von Hejkal [CC BY-SA 2.0 de], via Wikimedia Commons

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