Von Runkel durchs Kerkerbachtal nach Weilburg (Westerwald-Hauptwanderweg)


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Wegweiser
Länge: 27.29km
Gehzeit: 06:44h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Ein schlichtes „Gleich-Zeichen“ – also zwei waagerechte Balken – markieren den kürzesten Hauptwanderweg im Westerwald, der die beiden Lahnstädte Runkel und Weilburg miteinander verbindet.

Wir beginnen die Wanderung in Runkel am Bahnhof, der von der Lahntalbahn von Limburg nach Gießen bedient wird. Direkt in der Nachbarschaft des Bahnhofs führt die Alte Lahnbrücke in den historischen Ortskern rund um Burg Runkel. Die Lahnbrücke in Runkel wurde 1448 erbaut und ist eines der beliebtesten Fotomotive im Lahntal.

Es geht bergauf und wir kommen zur Burg Schadeck. Diese wurde im 13. Jahrhundert errichtet, um in einem Erbstreit die Herren der Burg Runkel etwas unter Druck zu setzen. Von der mittelalterlichen Burg Schadeck ist heute im Wesentlichen nur noch ein gut erhaltener, dreieinhalbgeschossiger, rechteckiger Bau mit Treppenturm erhalten. Burg Schadeck wird bewohnt und lässt sich daher nicht besichtigen.

Der Weg leitet uns nun ins Kerkerbachtal, einem schönen Seitental der Lahn. Wir folgen dem Kerkerbach aufwärts nach Hofen und kreuzen hier das Flüsschen. Dann geht es zu auf Niedertiefenbach, das zur Gemeinde Beselich zählt.

Durch Niedertiefenbach hindurch geht es hinauf auf den Beselicher Kopf (296m). Hier stoßen wir auf die Ruinen des Klosters Beselich, dem die Gemeinde ihren Namen verdankt. Das Kloster wurde um 1170 gegründet und 1568 aufgelöst. Viel Baumaterial des ehemaligen Klosters wurden für den Bau von Schloss Hadamar verwendet, weshalb heute nur noch Ruinen erhalten sind. Gut in Schuss ist dagegen die 1763 erbaute Wallfahrtskapelle, die an das Kloster erinnert.

Der Wanderweg leitet uns weiter nach Schupbach und zum Standort der früheren Christianshütte. Das Haus Christianshütte 3 ist aus einer Waldschmiede von der Mitte des 18. Jahrhunderts hervorgegangen, die zum Herrenhaus erweitert wurde. Das Gebäude Christianshütte 1 wurde 1783 als Hauptgebäude des Hüttenbetriebs errichtet. In der Südwestecke des Hütten- oder Werkhofs steht der 1783 gebaute Hochofenturm, der im 20. Jahrhundert eingekürzt wurde. Die Gebäude und Anlagen der Christianshütte stehen unter Denkmalschutz.

Eine waldreiche Passage führt uns nun Richtung Weilburg. Wir kommen bei Odersbach wieder an die Lahn und folgen dem Fluss aufwärts mit tollem Blick auf das barocke Schloss Weilburg. Am Bahnhof Weilburg (ebenfalls an der Lahntalbahn) endet die Wanderung.

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ivw