Via Mattiacorum (von Idstein nach Wiesbaden auf den Spuren der Römer)


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Wegweiser
Länge: 28.25km
Gehzeit: 07:08h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Für Geschichtsinteressierte, besonders Liebhaber antiker Zeugnisse, ist die Via Mattiacorum eine Wandertour von Wert, die einen Wochenendausflug lohnt. Die Strecke von rund 28 Kilometern ist zwar auch in einem Tag zu bewältigen – dann bleibt jedoch wenig Zeit, um den altehrwürdigen Bauwerken den angemessenen Respekt zu zollen. Möglicherweise erregt man so auch den Zorn der römischen Götter, die weiterhin über die Stätten wachen.

Hintergrund ist eine einstige Handelsroute der Römer zwischen Idstein und Wiesbaden, wo die sogenannten „Mattiaker“ hausten. Eine Zwischenstation in Taunusstein-Wehen teilt sie heute in zwei Etappen, die stilecht auf eher „schleichigen“ Pfaden verlaufen als auf großen Wegen. Das hält ebenso Wanderenthusiasten bei Laune und mag uns nachempfinden lassen, wie sich ein Bürger Roms im fremden Germanien fühlte.

Glücklicherweise bewahrt die Beschilderung vor einem echten Orientierungsverlust. Wir starten am Bahnhof Idstein. Die Anreise empfiehlt sich ergo mit öffentlichen Verkehrsmitteln; letztlich ist auf diese Weise zugleich die Abreise von Wiesbaden möglich.

Die Wanderung gestaltet sich nun naturnah, während man zwischendurch Ortschaften durchquert, in denen architektonische Sehenswürdigkeiten betrachtet werden können. Bei Oberauroff findet sich zudem eine kleine Höhle mit mystischem Charakter.

Die bedeutendsten Stopps sind zweifelsohne der Limes und das Kastell Zugmantel. Nicht umsonst tragen sie den Titel „UNESCO-Weltkulturerbe“ und harren seit Jahrhunderten hier aus. Ihren ursprünglichen Zweck als Schutzwall gegen die Germanen erfüllen sie natürlich längst nicht mehr, laden indes zum Erkunden und Verweilen. Tafeln informieren ausgiebig über die Historie.

Der übrige Abschnitt nach Wehen ist vorwiegend von lauschigen Wald- und Wiesenpfaden geprägt, ehe Ausflügler sich zur Nachtruhe begeben dürfen. Auf der zweiten Etappe darf wieder die Natur den Ton angeben – zumindest bis zum krönenden Abschluss auf dem Neroberg. Als neuerer Prachtbau lässt sich vorher noch am Jagdschloss Platte eine Besichtigungspause einlegen.

Auf dem Wiesbadener Neroberg ist schließlich ebenfalls Vieles nicht echt-römisch, aber dem Stil nachempfunden und erinnert an diese Zeit. Darüber hinaus ist die Nerobergbahn mit über 130 Jahren für ihre Verhältnisse schon ein antikes Stück.

Bildnachweis: Von Oliver Abels [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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