Valwig

An der Cochemer Moselschleife liegt am rechten Moselufer der kleine Weinort Valwig. Hier gedeihen nicht nur Trauben prima, sondern man hat auch als Wanderer Einiges zu entdecken, z.B. auf dem BREVA-Weg, dem Apolloweg und natürlich dem Moselsteig.

In Valwig an der Mosel steht als Sehenswürdigkeit die katholische St. Martin Kirche. Die Kirche aus Bruchstein von Architekt Johann Claudius von Lassaulx gilt als die erste neuromanische Kirche in Deutschland und entstand 1823-1826 als dreischiffige Hallenkirche. Sie zeigt sich im Lassaulx-typischen Rundbogenstil.

Zur Gemeinde Valwig gehört auch der Ortsteil Valwigerberg, der rund 230m höher über dem Moseltal liegt. Hier steht die katholische Wallfahrtskirche St. Maria und Maria Magdalena. Ihr spätgotischer Chor stammt aus der Zeit um 1440 und die dreischiffige Stufenhalle wurde auf die Zeit um 1500 datiert. Die Malereien im Inneren sind farbenprächtig ausgeführt. Herrliches Blau und florale Ranken winden sich in den Fensterlaibungen und bis unter die Gewölbe.

Die Steillage Valwiger Herrenberg verbindet über den BREVA-Weg (3km) die Orte Bruttig, Ernst (am linken Moselufer) und Valwig miteinander. Daher auch der Name BREVA für BRuttig, Ernst und VAlwig. Initiatoren waren die örtlichen Winzer, die den Weg ins Leben gerufen und angelegt haben. Man erlebt wandernd die Faszination Wein und Kulturlandschaft und die Flora und Fauna in den Weinbergen. Trittstufen und Seile helfen auf dem Pfad zu bleiben. Wunderbare Ausblicke auf die Mosel sind selbstredend.

Der Apolloweg (8km) ist ein Kulturweg an der Mosel, der teilweise steile Abschnitte, erhabene Ausblicke, schroffe Felsen, wärmeliebende Pflanzen in den Weinbergsterrassen und die einzigartig gewachsene Kulturlandschaft an der Mosel verbindet. Seinen Namen verdankt der Apolloweg dem Roten Apollo, einem streng geschützten Schmetterling, der sich in den Weinhängen wohl fühlt.

Der Apolloweg führt vom Moselufer durch Valwig und über einen steilen Kreuzweg nach Valwigerberg. Durch Niederwald geht es dann zurück und hinunter zum Ausgangspunkt. Man kann die Runde aber gut mit einem Abstecher über einen Weinbergspfad zum Naturschutzgebiet Brauselay verlängern. Die Brauselay ist bereits 1941 unter Schutz gestellter Moselhang gegenüber des Klosters Ebernach und zählt bereits zur Gemarkung des Cochemer Stadtteils Cond.

In Cond lädt die historische Senfmühle zu einem würzigen Erlebnis ein. Die Senfmühle ist über 200 Jahre alt und bietet ein kleines Senfmuseum und leckere Senfprodukte an. Die Senfmühle liegt in der Stadionstraße 1 und ist in einer Winzervilla aus dem Jahr 1905 beheimatet. Teilweise besteht die Winzervilla aus Bruchstein und teils aus Fachwerk.

Ältestes bauliches Relikt in Cond ist der dreigeschossige romanische Turm aus dem 12. Jahrhundert mit einer Christusfigur als Kriegerdenkmal. Der Turm gehörte zur Alten katholischen Kirche St. Remaclus. Die aktuelle katholische Kirche St. Remaclus ist ein Schieferbruchsteinbau, der mächtig und schlicht zugleich auffällig an der Mosel steht. Ziel der Bauart war, dass die Kirche als Gegengewicht zur Burg Cochem am anderen Ufer einen optischen Reiz setzen sollte.

Regionaler Bezug:

Cochem Landkreis Cochem-Zell Rheinland-Pfalz Terrassenmosel Hunsrück Saar-Hunsrück