Unterwegs in der Saarschleife zur Burg Montclair


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 48 Min.
Höhenmeter ca. ↑334m  ↓334m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Saarschleife ist das wohl bekannteste Fotomotiv im Saarland. Zwischen Besseringen und Mettlach windet sich die Saar um den Burgberg. Für die Luftlinienverbindung zwischen beiden Orten – rund zwei Kilometer – braucht die Saar hier runde zehn Kilometer.

Wir wollen uns heute nicht die Saarschleife von oben anschauen und den bekannten Aussichtspunkt Cloef ansteuern. Nein, heute geht es hinein in die Saarschleife. Wir wandern durch die umflossene Landzunge hinauf zur Ruine der Burg Montclair.

Startpunkt der Rundwanderung ist der Wanderparkplatz Montclair. Von hier aus gehen wir vor zur St. Gangolf Kirche. Die barocke Saalkirche wurde 1776 gebaut und ersetzte eine ältere Kirche.

Von St. Gangolf aus wandern wir durch den Wald hinauf zur Burg Montclair. Burg Montclair wurde im 12. Jahrhundert errichtet und war immer wieder Schauplatz von Streitigkeiten, die 1351 zu Zerstörung der Burg führten. Später wurde Burg Montclair wieder hergerichtet, verfiel dann aber nach und nach. 1992-93 wurde die Burg Neu-Montclair restauriert und teilweise wieder aufgebaut.

Es geht nun weiter bis zur nördlichen Spitze der Landzunge. Dann geht es direkt entlang der Saar nach Mettlach. Wir kommen vorbei am Marktplatz zum Gelände der früheren Abtei Mettlach. Hier ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts der Sitz der Hauptverwaltung des bekannten Unternehmens Villeroy & Boch.

Wer sich für die Produkte interessiert, kann jetzt einen Abstecher ins Erlebniszentrum Villeroy & Boch mit seinem Keramikmuseum und dem nachgebauten Dresdner Milchladen unternehmen.

Im Abteipark steht der Alte Turm. Der Alte Turm gilt als der älteste Sakralbau im Saarland. Der Alte Turm wurde um 990 als ottonische Grabkapelle für den Heiligen Liutwinus gebaut. Liutwin war ein Klostergründer aus Mettlach und lebte um 700.

Linkerhand zieht ein moderneres Stück seine Aufmerksamkeit auf sich. Der Pavillon Living Planet Square wurde für die EXPO 2000 konstruiert. Um den Pavillon herum stehen 12 große Mosaiktafeln (8 x 3m), die Künstler Stefan Szczesny für die WWF-Initiative „Global 200“ geschaffen hat. 100 Euro Spende für eine der 200 gefährdeten Ökoregionen ergeben ein personalisiertes Steinchen auf dem Living-Planet-Puzzle. Es finden sich schon über 22.000 Namen auf dem Puzzle. Das hat übrigens 137.000 Einzelteile und wurde von Villeroy & Boch gefertigt.

Wir touchieren noch kurz den Langweiher und kommen dann zur katholischen Pfarrkirche St. Lutwinus, die in ihrer heutigen Form 1901-05 entstand. Wertvoll ist die St. Lutwinus Wallfahrtsfigur aus dem 15. Jahrhundert. Von St. Lutwinus geht es dann wieder zurück zum Parkplatz.

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